HUDE - HUDE/SO - „Wer am Sport spart, wer Sportstunden in den Schulen streicht, wer Gesetze schafft, die das Ruhebedürfnis von Erwachsenen als ein höheres Gut als das Spiel- und Bewegungsbedürfnis von Kindern und Jugendlichen erscheinen lassen, wer Sport und Bewegung in der sozialen Arbeit vernachlässigt, dem sollte die Lizenz für erzieherische und politische Beeinflussung entzogen werden.“Das sagt Soziologe Prof. Dr. Gunter Pilz in Anlehnung an den Präsidenten des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen. Der renommierte Sportwissenschaftler von der Universität Hannover ist am Donnerstag, 19. April, ab 20 Uhr zu Gast im Huder Rathaus. Im Rahmen der Präventionsratssitzung wird Pilz über seine Forschungsschwerpunkte berichten: Er untersucht seit Jahren die Bedeutung von Sport und Bewegung zum Aggressionsabbau.
Internationalen Ruf erlangte der Hannoveraner Hochschullehrer durch seine Arbeit mit gewaltbereiten Fußballfans. Professor Gunter Pilz ist so etwas wie der „Fan-Papst“ der Republik, seit er 1980 im Auftrag des Bundesinnenministeriums ein Gutachten zum Thema „Sport und Gewalt“ anfertigte. Er ist Mitbegründer des Fußball-Fan-Projektes Hannover, das er weiter wissenschaftlich begleitet, er hat im Organisationskomitee der Fußballweltmeisterschaft am Fanbetreuungsprogramm mitgewirkt. Pilz fungiert für den Deutschen Fußball-Bund als Experte in Sachen Fan-Fragen und Gewaltprävention.
Das Thema Gewalt in Schule, Sport und Gesellschaft greift der 62-Jährige am Donnerstag in Hude in seinem Referat „Bewegung gegen Gewalt“ auf. Eingeladen sind neben den Mitgliedern des Präventionsrates natürlich weitere Interessierte, insbesondere Eltern und Lehrer.
Der Präventionsrat eröffnet mit dieser Veranstaltung eine Reihe von Beiträgen zur Bewegungsförderung. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, weitere Informationen gibt im Rathaus die Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit, 04408/921385, E-mail: lohmann-liebezeit@hude.de
