HUDE - Bürgermeister Jahnz will Europaabgeordneten vom Hochwasserschutz-Projekt überzeugen. Vertrag für EU-Förderantrag unterzeichnet.

von andre dolle

HUDE - Die Gemeinde Hude wird der polnischen Partnerstadt Nowe Miasto Lubawskie im Hochwasserschutz weiter unter die Arme greifen: Bürgermeister Axel Jahnz will den Abgeordneten Matthias Groote, Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes in Straßburg, für ein Hochwasserschutz-Projekt am Fluss Drewenz gewinnen. Die Drewenz, an der Nowe Miasto liegt, verließ in den letzten Jahren mehrmals ihr Flussbett und sorgte für Überschwemmungen.

Der Europaabgeordnete Groote wird Hude in den kommenden Wochen besuchen. Jahnz: „Ich will das Thema Hochwasser an der Drewenz in den Vordergrund stellen. Dort muss etwas getan werden. Solch eine Gelegenheit wie den Besuch eines Europaabgeordneten bekommen wir so schnell nicht wieder.“

Die Gemeinde Hude hat bereits im Vorfeld bei einem Projekt zwischen deutschen Wissenschaftlern und polnischen Vertretern die Kontakte geknüpft. In drei Workshops, der letzte fand erst kürzlich, vom 22. bis 24. Juni in Nowe Miasto statt, wurden die Ursachen des Hochwassers untersucht, Überschwemmungen simuliert und Strategien entwickelt, wie Hochwasser vermieden werden kann.

Beteiligt war eine Delegation aus Vertretern der Gemeinde Hude um Jahnz sowie Professor Dr. Manfred Weisensee und Geograph Hans-Peter Ratzke von der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven. Beide kommen aus Hude. Am Workshop haben sich auch Vertreter der polnischen Nikolaus Kopernikus Universität aus Torun und der Ermland-Masuren Universität aus Olstyn sowie lokale polnische Politiker und Vertreter vom Gewässerverband der Drewenz beteiligt.

Die Anwesenden unterzeichneten einen Vertrag, der die Teilnehmer dazu verpflichtet, einen Förderantrag bis zum Herbst diesen Jahres fertig zu stellen und bei der zuständigen Behörde der EU einzureichen. Insgesamt wollen die Beteiligten fünf Millionen Euro einstreichen, um die Anwohner der Drewenz in Zukunft vor Hochwasser besser schützen zu können.