HUDE - HUDE/KOS - In einem ungewöhnlichen „Duell“ standen sich am Mittwochabend im Huder Rathaussaal zwei Persönlichkeiten der deutschen Geschichte gegenüber: Luise Auguste Wilhelmine Amalie von Mecklenburg-Strelitz, später als Frau von Friedrich Wilhelm III. preußische Königin auf der einen, Gustav Stresemann, rechtsliberaler Politiker der Weimarer Republik, Reichskanzler und Außenminister sowie zusammen mit seinem französischen Kollegen Aristide Briand Friedensnobelpreisträger, auf der anderen Seite. Beide waren als Namensgeber für die Ringstraße im Baugebiet 79 (westlich der Wilhelmstraße/östlich der Maibuscher Bäke vorgeschlagen. Am Ende setzte sich der Hochadel mit 17 Stimmen gegen den Politiker der ersten deutschen Republik durch, der nur 14 Unterstützer im Gemeinderat fand. Für die preußiche Königin hatte sich Ulrika Janz-Janzen von der SPD stark gemacht, deren Reformen ins Feld geführt und zugleich darauf hingewiesen, dass ihr Name besser in ein Gebiet passe, in dem
schon Könige namens Friedrich, Heinrich und Wilhelm „verewigt“ seien.
