HUDE - HUDE - Rutsche, Schaukel und Klettergerüst machen sich schon ganz prima in dem Meer aus weißem Sand – dem Spielplatz am Eulenring in Hude. Nur rund herum sah es bislang etwas karg aus. Dies änderten die Anwohner am Sonnabend mit einem groß angelegten Arbeitseinsatz.

„275 Pflanzen und Sträucher hat der Bauhof geliefert“, erzählt Andreas Haberer. Er hat die Patenschaft für den jungen Spielplatz übernommen. Erst seit etwa einem halben Jahr können die Steppkes hier nach Herzenslust herumtollen. Das machten sie auch am Sonnabend mit Begeisterung, während die Erwachsenen rund um den Platz Gräben für eine Buchenhecke aushoben. „Solche ehrenamtlichen Initiativen brauchen wir in der Gemeinde“, unterstreicht Bürgermeister Axel Jahnz die Bedeutung des Engagements der Anwohner. Es schaffe eine ganz andere Art der Identifikation mit dem Platz.

„60 bis 70 Prozent der Anlieger helfen mit“, schätzt Haberer den Anteil der Freiwilligen. Damit hört der Einsatz nicht auf: Ein Anwohner übernimmt die Bewässerung des Grüns mittels einer eigenen Pumpe – die anfallenden Kosten trägt die Gemeinde ebenso wie sie die Sträucher finanziert und sich mit einem Obulus an Bratwurst und Getränken beteiligt, die nach der Arbeit serviert werden.

Im Sommer 2005 war der Beschluss für die Bebauung des Gebietes gefallen. Andreas Haberer hatte schon lange vorher Interesse bekundet, sich dort niederzulassen und sich bereits Ende 2004 als Spielplatzpate beworben. „Das war für mich selbstverständlich. Immerhin habe ich selbst drei Kinder.“

Die Spielplatzpaten, erklärt Jahnz das Konzept, tragen keine Verantwortung für den Platz. Vielmehr dienen sie als Ansprechpartner, haben ein offenes Auge und üben „soziale Kontrolle“ aus. Für die meisten Spielplätze in der Gemeinde habe man inzwischen Paten gefunden, so der Bürgermeister: „Nur einige wenige werden noch gesucht.“ Das Konzept der Spielplatzpaten betreibt die Gemeinde bereits seit 2000 mit Erfolg. Interessenten können sich im Rathaus melden.