HUDE - Ehre, wem Ehre gebührt: In einer Feierstunde im Rathaus hat die Gemeinde Hude am Mittwochnachmittag die Ortsbrandmeister Gerold Carstens (Wüsting) und Heinz Schütte (Altmoorhausen) aus ihren Ämtern verabschiedet. Der 60-jährige Carstens stand seit dem Jahr 2000 an der Spitze der Wüstinger Wehr. Zuvor war er 17 Jahre stellvertretender Ortsbrandmeister gewesen. Schütte (62) wechselt in Altmoorhausen in die Altersabteilung. Er hat die Ortswehr seit 1990 geleitet. Vorher hatte er sieben Jahre lang das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters ausgeübt.
„Ihr seid mit Herz und Seele Feuerwehrkameraden“, lobte Jahnz. „Ihr habt nicht schlau geredet, sondern schlau gehandelt.“ Beide Ortsbrandmeister hätten mit Bravour ihre Führungsaufgaben wahrgenommen und maßgeblich zum beispielhaften Ausbildungs- und Ausrüstungsstand ihrer Wehren beigetragen.
Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf bescheinigte beiden einen gerechten, offenen und ruhigen Führungsstil, Zuverlässigkeit sowie den Ehrgeiz, immer besser werden zu wollen: „Euer Erfahrungsschatz ist mit Geld nicht aufzuwiegen.“ Auch Peter Sparkuhl als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Wiechmann lobten die gute Zusammenarbeit. Alle vier Redner versäumten es nicht, den Ehefrauen der scheidenden Feuerwehr-Chefs ihren Dank auszusprechen.
Bürgermeister Axel Jahnz überreichte Ernennungsurkunden an die Nachfolger: An die Spitze der Wüstinger Wehr rückt ab diesem Donnerstag der bisherige stellvertretende Ortsbrandmeister Reiner Suhr (44), neuer „Vize“ ist Frank Claußen (41). Ähnlich vollzieht sich der Führungswechsel in Altmoorhausen: Andreas Wicht (35), der bisherige stellvertretende Ortsbrandmeister, ist jetzt der Chef, Heinz Schüttes Sohn Stephan (35) steht ihm als Stellvertreter zur Seite. Das Quartett wurde bis zum 28. Februar 2018 als Ehrenbeamte berufen.
Den neuen Führungsduos riet Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf, eigene Spuren zu hinterlassen: „Es bringt nichts, in alten Fußstapfen stecken zu bleiben.“ Gemeinsam habe man viel vor: „Wir wollen noch ein paar neue Segel setzen“, kündigte Hattendorf an.
An der Feierstunde nahmen die Mitglieder des Gemeindekommandos, Vertreter aller Parteien im Rat sowie Ehrengemeindebrandmeister Karl Oeltjen (96) teil.
