HUDE/WüSTING - HUDE/WÜSTING/RED - Die Einrichtung einer Kinderkrippe im Hause Gall in Wüsting kommt die Gemeinde bei den Investitionskosten günstiger und bei den jährlichen Betriebskosten – je nach Zahl der zu betreuenden Kinder voraussichtlich – teurer als die zunächst geplante Container-Lösung. Diese Aufstellung hat Fachbereichsleiter Uwe Schubert in der jüngsten Ratssitzung vorgelegt. Wie berichtet, wird ab 1. August in Wüsting eine Kinderkrippe für wenigstens zehn, maximal 15 Kleinkinder eingerichtet.

Für den Container hätten rund 32 000 Euro ausgegeben werden müssen, wovon der Landkreis 7000 Euro zugeschossen hätte. Für die Gemeinde hätte sich also ein Anteil von 25 000 Euro ergeben. Dem gegenüber stehen Ausgaben für die Gemeinde von nur 12 200 Euro für die Herrichtung des Hauses Gall (16 000 Euro brutto minus 3800 Euro Zuschuss vom Landkreis). Insgesamt beträgt die Differenz zugunsten der Mietlösung im Hause Gall also 12 800 Euro. Außerdem, so ergänzte Schubert, hätte der Container vorhandene Spielflächen belegt, für die Ersatz hätte geschaffen werden müssen. Auch die Holzhütte beim Kindergarten könne am bestehenden Platz erhalten bleiben. Und schließlich wird nun keine Baugenehmigung für einen Container fällig.

Etwas anders sieht es bei den laufenden Kosten aus. Da im Container 15 Kinder Platz gehabt hätten, für die Mietlösung aber (zunächst) nur mit zehn Kindern kalkuliert wird, ergeben sich weniger Gebühreneinnahmen: 23 400 Euro beim Container gegenüber nur 15 600 Euro bei der Mietlösung. Ein Landeszuschuss von 14 000 Euro gibt es in beiden Fällen (bzw. hätte es gegeben). Beim Container wären also 7800 Euro mehr Einnahmen zu verzeichnen gewesen. Jedoch wären die Miet-/Sachkosten beim Container auch 4650 Euro höher gewesen, so dass sich nur noch eine jährliche Differenz von 3150 Euro zugunsten des Containers ergeben hätte. Sollten mehr als zehn Kinder im Hause Gall betreut werden, verbessert sich dieses Verhältnis noch zugunsten der Mietlösung.