Hude - Kein Anschluss an die schnelle Datenautobahn für die Huder Neubaugebiete? Diese Frage beschäftigte am Mittwoch die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt.
Sowohl im Neubaugebiet Königstraße/Hermannstraße als auch im Gewerbegebiet nördlich der Straße „Am Bahndamm“ werde die Huder Gemeinde vermutlich nur Leerrohre für DSL-Leitungen verlegen lassen, kündigte Martina Schneider, Fachbereichsleiterin für Gemeindeentwicklung an. Bisher erklärte sich kein Telekommunikationsunternehmen bereit, Leitungen in den beiden Gebieten zu verlegen.
Schwer zu vermitteln
Unter den Ausschussmitgliedern sorgte das für reichlich Diskussionen, insbesondere im Bezug auf das Gewerbegebiet. „Es ist schwer möglich das zu vermitteln und Firmen anzulocken“, sagte CDU-Fraktionschef Horst Linnemann. „Wir können kein Gewerbegebiet ohne DSL verkaufen“, erklärte auch Hermann Dunkler-Gronwald von der SPD. Eine Subventionierung der DSL-Leitungen schloss Bürgermeister Axel Jahnz aus. „Das verbietet die EU wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung.“ Ratsmitglied Friedrich Schnabel (CDU) war anderer Ansicht: „Andere Kommunen kriegen das auch hin. Dann muss das doch auch in der Gemeinde Hude möglich sein.“
Hilko Finke von den Grünen berichtete, dass der Landkreis Oldenburg dieses Thema zurzeit intensiv verfolge. Bürgermeister Jahnz versuchte, die Gemüter zu beruhigen. „Das ist ein Thema, was uns seit Jahren beschäftigt. Wer sagt denn, dass wir das nicht befriedigen wollen und befriedigen werden?“ Die Diskussion solle demnächst im Wirtschaftsausschuss der Gemeinde weitergeführt werden.
Ausgleichsflächen für das 2,9 Hektar große Gewerbegebiet sollen an dessen Rand entstehen. Außerdem ist ein Blühstreifen am Postweg in Hurrel geplant.
Debatte um Bauplätze
Diskutiert wurde außerdem der Entwurf des Bebauungsplanes für das Baugebiet Königstraße/Hermannstraße. Dort sollen etwa 15 Bauplätze für Häuser mit maximal 15 Wohneinheiten entstehen. Außerdem ist ein Bauplatz für ein zweigeschossiges Haus mit fünf kleineren Wohnungen geplant. Henning Stuthoff (CDU), Ralf Schepker (SPD) und Ursula Budde (Freie Wähler) sprachen sich hingegen dafür aus, zwei oder drei Mehrfamilienhäuser mit kleineren Wohnungen zu erreichten, da hier ein deutlicher Bedarf etwa für alleinstehende oder kinderlose Paare bestehe. Auch die Größe für ein Regenrückhaltebecken in dem Baugebiet ist noch nicht geklärt.
Fachbereichsleiterin Schneider kündigte weitere Beratungen bezüglich des Entwässerungskonzeptes an.
