Hude - Ausschussvorsitzender Ralf Schepker (SPD) traf den Nagel auf den Kopf: „Das ist unser Großprojekt“. Rund 2,26 Millionen Euro hat die Gemeinde Hude seit 2011 in die Sanierung der Peter-Ustinov-Schule investiert. Nach der Beratung im Schulausschuss am Montagabend werden in den nächsten drei Jahren weitere 2,14 Millionen Euro folgen. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, zeigte sich Carsten Möhlenbrock (CDU) entschlossen, nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben.

Nach den Plänen von Architekt Achim Wiechmann (Bad Zwischenahn) wird das Schulzentrum aus den 70er Jahren in die Neuzeit versetzt und fit für die Zukunft gemacht. Ein Großteil der Dachfläche ist bereits saniert, im Südost-Turm wurden die Fensterelemente sowie die Jalousieanlagen modernisiert, die Fassade erneuert, ein Wärmedämmverbundsystem installiert, Modulwände ausgebessert sowie die Regelungs- und Lüftungstechnik auf den neuesten Stand gebracht. Zudem wurden die Klassen- und Flurräume mit neuen Fußböden und Akustikdecken ausgestattet. All’ das soll in 2014 auch im Nordwest-Turm im 1. und 2. Obergeschoss über dem neu gestalteten Verwaltungsbereich passieren. Auf dem Ausbau und der Erneuerung des Verwaltungsbereiches, der energetischen Sanierung des Erdgeschosses und des Treppenhauses sowie auf dem Umbau und der Modernisierung des Veranstaltungsforums lag in diesem Jahr der Schwerpunkt.

Für 2014 stellte der Schulausschuss 940 000 Euro bereit. Auf die Sanierung von Fassaden, Dächern und Klassenräumen im Nordwest-Flügel entfallen 640 000 Euro. Lassen sich günstige Ausschreibungsergebnisse erzielen, sollen die renovierten Klassenräume auch neue Türen bekommen. In ein Lüftungsgerät, das das Forum mit Frischluft versorgen soll, werden 90 000 Euro investiert. Eine elektroakustische Anlage (für Amok-Alarm) und Brandmelder werden mit 75 000 Euro veranschlagt. Die Erfüllung von neuen Brandschutzauflagen, die zum Zeitpunkt der ursprünglichen Kalkulation noch nicht absehbar waren, schlagen mit 45 000 Euro zu Buche. Hinzu kommen Planungs- und Baunebenkosten sowie Sonderingenieurleistungen, die Wiechmann mit 90 000 Euro ansetzt. 2015 wird die energetische Fassadensanierung im Erdgeschoss im Bereich der naturwissenschaftlichen Räume und der Mensa mit 600 000 Euro fortgesetzt. Der gleiche Betrag wird 2016 eingeplant.

Skepsis schlug allein bei CDU-Fraktionschef Horst Linnemann durch: Er kommentierte die Ausgaben mit dem Satz: „Appetit kommt beim Essen.“ Sein Fraktionskollege Friedrich Schnabel betonte indes, dass nicht um der Sanierung willen saniert werde. Wie kostenbewusst vorgegangen werde, zeige die Wiederverwendung von Heizkörpern und die Diskussion, ob man es sich leisten kann, auch Innentüren auszuwechseln.

Auf die positiven Folgen der Modernisierung für den „Geist an der Schule“ wies Rektor Nico Rettcher hin: In den sanierten Bereichen finde man nicht eine Kugelschreiber-Kritzelei an den Wänden. Die Wertschätzung für das, was die Gemeinde leiste, sei „riesengroß“.