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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hude

Kultur gilt als „Standortfaktor“

23.10.2013

Hude Die Gemeinde Hude will künftig Vereine, Verbände und Organisationen, die „Kulturarbeit“ betreiben, finanziell unterstützen. Zur Förderung von Veranstaltungen sollen in den beiden Haushaltsjahren 2014 und 2015 jeweils 7000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Bezuschusst werden Veranstaltungskosten von bis zu 5000 Euro mit 15 Prozent – das heißt, mit maximal 750 Euro. Für kommerzielle Veranstaltungen soll es keine Finanzspritzen geben. Das hat der Sozialausschuss am Montagabend nach intensiver Diskussion empfohlen.

Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 16. Dezember. Nach dem Beschluss will die Gemeinde die Vereine über die neuen Zuschussmöglichkeiten informieren. Die Antragstellung soll bis zum 1. Februar des Jahres „formlos“ auf der Basis eines Finanzierungsplanes erfolgen können, die tatsächlichen Kosten müssen nachgewiesen werden. Ausgezahlt wird der Zuschuss nach der jeweiligen Veranstaltung. Eine inhaltliche Wertung will die Gemeindeverwaltung nicht vornehmen, betonte Fachbereichsleiter Uwe Schubert: „Wir wollen das Ehrenamt stärken und es leichter machen, Veranstaltungen zu organisieren.“ Ein buntes und abwechslungsreiches Kulturangebot gewinne als „weicher Standortfaktor“ zunehmend an Bedeutung.

CDU-Fraktionschef Horst Linnemann äußerte Zweifel, ob die Kulturförderung einen Nutzen hat: „Bekommen wir dadurch mehr Angebote, finden die Celtic Days dann wieder jährlich statt?“ Linnemann gab zu bedenken, dass die Gemeinde schon durch das Überlassen von Räumlichkeiten einen nicht unerheblichen Beitrag leiste. Wichtig war ihm, dass nichts gefördert wird, was zur „Einkommenserzielung“ dient.

Die einzige Gegenstimme bei der Abstimmung kam von Friedrich Schnabel (CDU): „Der Begriff der Kultur ist weit gefasst, wo werden die Grenzen gezogen?“, fragte der Christdemokrat. Als Beispiel führte er eine LAN-Party mit Computerspielen an – „gibt’s dafür auch einen Zuschuss?“ Schubert räumte ein, dass „die Problematik darin liegt, etwas konkret zu fassen, was eher abstrakt ist“. Nach Meinung von Bürgermeister Axel Jahnz steht die Kulturförderung der Gemeinde gut zu Gesicht. Er nannte als Beispiele junge Musiker, die auf dem Rathausplatz ein Konzert veranstalten wollen, sowie die Märchentage: „Auch da könnte man was reingeben.“

Nico Rettcher (SPD) enthielt sich bei der Abstimmung. Er verwies ebenso wie CDU-Ratskollege Friedrich Schnabel auf den Kulturverein „Impuls“. Rettcher meinte, man könne keine Entscheidung über eine Kulturförderung treffen, „ohne diese Leute zu hören“. Er zeigte sich verwundert darüber, dass „Impuls“ zu diesem Thema nicht mit am Tisch sitze. Bürgermeister Jahnz betonte, er wolle keine „Impuls-Diskussion“. Fachbereichsleiter Schubert erläuterte, man wolle keinen Verein über Zuschüsse für andere Vereine entscheiden lassen: „Wir sind die neutrale Instanz.“

Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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