Hude/Nowe Miasto - Im polnischen Nowe Miasto wehte jetzt norddeutscher Wind. Da die Partnerschaft zwischen Hude und der polnischen 11 000-Seelen-Gemeinde mittlerweile seit zehn Jahren besteht, verbrachte eine Huder Delegation ein Wochenende in dem Ort. Fünf Tage lang besuchten die Vorsitzende des Huder Gemeinderates, Anke Paradies (SPD), der Vertreter der Gemeindeverwaltung, Uwe Schubert, sowie Jörg Kreusel und Volker Paradies die Partnerstadt. Um zwischen Deutschen und Polen zu vermitteln, nahm Dolmetscherin Aneta Redmann an der Fahrt teil.

Ein Höhepunkt des Aufenthalts war die Teilnahme an einer offiziellen Ratssitzung, in der die zehnjährige Partnerschaft reflektiert wurde. Aber auch die Zukunft wurde intensiv behandelt: Deutsche und polnische Teilnehmer planten viele zukünftige Aktivitäten zwischen den Partnergemeinden. Schon an diesem Wochenende kommen vier Gäste aus Polen zum Workshop „Demografie“ ins Huder Rathaus.

Die Partnerschaft wurde mit einer Feier auf dem Marktplatz von Nowe Miasto gewürdigt. Es gab es unter anderem einen Stand mit Informationen über den Klosterort. Um Hude schmackhaft zu machen, wurden regionale Spezialitäten angeboten. Darüber hinaus konnten sich die Polen mit dem Flyer „Welcome Hude“ über ihre Partnergemeinde informieren.

Die Huder Ratsvorsitzende Anke Paradies hielt im Rahmen der kulturellen Festveranstaltung eine Ansprache und hob dabei besonders die Möglichkeiten für die junge Generation in diesem europäischen Netzwerk hervor. Da die heutige Jugend die zukünftige Zusammenarbeit zwischen europäischen Partnergemeinden gestalten wird, soll sie möglichst schnell miteinbezogen werden. Hierzu könnten Aktivitäten im offenen Jugendbereich, Sport oder Kultur stattfinden. Als Beispiel nannte die Ratsvorsitzende für den sportlichen Bereich einen Austausch zwischen jungen Fußballern. Dieser ist bereits zwischen dem TuS Vielstedt und einer Mannschaft aus Nowe Miasto geplant.

Bei der Veranstaltung wurden besonders Begegnungen zwischen der Peter-Ustinov-Schule und dem Kulturhof mit der Partnergemeinde gelobt. Aber Uwe Schubert möchte noch weitere Begegnungen ermöglichen. Daher kommen auch einige Besucher aus dem polnischen Ort zur Jubiläumsfeier der 30-jährigen Partnerschaft zwischen Hude und Arnage im Oktober.

Anna-Lena Sachs
Anna-Lena Sachs Online-Redaktion (stv. Ltg.)