Hude - Wenn ab dem 1. August 2013 der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für unter dreijährige Kinder gilt, kann die Gemeinde Hude allen Elternwünschen gerecht werden. „Wir stehen sehr gut da“, sieht der zuständige Fachbereichsleiter im Huder Rathaus, Uwe Schubert, dem Stichtag entspannt entgegen.
Für das nächste Kindergartenjahr gibt es für die 108 bestehenden Plätze 118 Anmeldungen – der Mehrbedarf wird durch den Krippenausbau im katholischen Kindergarten St. Marien gedeckt. Dem Erweiterungsbau nach den Plänen des Hude Architekten Dieter Bornemann gab der Sozialausschuss in seiner Sitzung am Montagnachmittag einstimmig grünes Licht. „Angestrebt wird, dass die neue Krippengruppe zum 1. August öffnet, spätestens aber zum 1. Oktober“, erläuterte Uwe Schubert.
Die Gruppe umfasst 15 Plätze. Die Erweiterung ist als Anbau geplant, der nordwestlich an den vorhandenen (seit 2011 bestehenden) Krippenbereich parallel zur Glatzer Straße anschließen soll. Der Fahrradunterstand muss dem Anbau weichen, auch eine Parknische an der Straße entfällt. Der bisherige Haupteingang wird von der Glatzer Straße über eine Zuwegung, die entlang des Parkplatzes führen soll, an die Gebäudeseite verlegt.
Die Nutzfläche im Anbau wird rund 100 Quadratmeter betragen. Darin enthalten sind ein etwa 45 Quadratmeter großer Gruppenraum, Ruheraum, Sanitärraum mit Wickelbereich, Garderobe, Flur und „Schmutzschleuse“ zur 180 m² großen Spielfläche, die winkelförmig um den Anbau angeordnet wird.
Das Investitionsvolumen beziffert Architekt Bornemann auf rund 200 000 Euro. Bei der Schaffung von 15 neuen Plätzen rechnet die Gemeinde Hude mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 162 000 Euro. Das Land Niedersachsen zahlt als Zuschuss 7700 Euro pro Platz, der Landkreis Oldenburg steuert 3100 Euro pro Platz bei. Den Rest – 38 000 Euro – muss die Gemeinde als Eigenanteil aufbringen. Der Sozialausschuss stimmte der Finanzierung zu und empfahl einmütig, die nötigen Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.
Das Gebäude gehört der Gemeinde Hude. Mit der katholischen Kirchengemeinde als Trägerin des Kindergartens sind die Pläne abgestimmt. Am 4. März folgt nun noch ein Gespräch mit dem Landkreis Oldenburg und dem Landesjugendamt.
