Hude/Wüsting - Für eine Fläche am Klosterkiel in Wüsting will die Gemeinde Hude eine Änderung des Flächennutzungsplanes vornehmen. Es soll dort die Erweiterung einer Reitanlage ermöglich werden (NWZ  berichtete). Bei fünf Enthaltungen hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt empfohlen, das Verfahren fortzuführen. Der Entwurf hatte öffentlich ausgelegen.

Bedenken haben Anwohner der Straßen Am Klosterkiel und Erlenweg aus verschiedenen Gründen geäußert. Die Anwohner befürchten unter anderem ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu dem Pferdehof- und -ausbildungsbetrieb. Der schlechte Zustand der Straße könne sich sich weiter verschlechtern. Auch schwingt die Befürchtung mit, dass irgendwann Kosten für die Sanierung der Straße auf die Anlieger zukommen.

Die Anwohner wünschen sich auch eine grundsätzlich beschränkende Regelung über die Anzahl der stattfindenden Veranstaltungen mit stärkeren Schallemissionen. Dazu sagte der Planer, dass durch textliche Darstellung die Anzahl der Veranstaltungstage mit Emissionen auf maximal zehn begrenzt sei.

Die Gemeinde habe durchaus ein Interesse daran, dass kleine Veranstaltungen im Themenfeld Pferde/Reiten/Garten/Kultur nach den Vorstellungen der Investoren auf dem Gelände stattfinden könnten, so der Planer.

Dem CDU-Ratsherrn Wilfried Siems geht das zu weit. Es gehe um ein „Sondergebiet Reiten“. Die Bereiche „Kultur und Garten“, ebenfalls in der Flächennutzungsplanänderung genannt, hätten dort nichts zu suchen. „Unter dem großen Begriff Kultur wäre hier alles möglich“, so Siems. „Garten und Kultur raus“, so seine Forderung. Er fand dafür aber keine Mehrheit.

Gerade die Kombinationsmöglichkeit von Veranstaltungen sei der Betreiberfamilie eine Herzensangelegenheit, sagte dazu Ulrike Janz-Janzen (SPD). Das Projekt stelle eine Bereicherung für Wüsting und die Gemeinde dar, betonte Ralf Schepker (SPD). Den Belangen der Anwohner werde hinreichend Rechnung getragen. Am 2. Oktober hat der Rat das letzte Wort.