Hude - „Ein bisschen karg“ findet Marion Daniel, Mitglied der FDP-Kreistagsfraktion, den Schulhof des Neubaus der Förderschule Vielstedter Straße. Auch der Schulhof auf der gegenüberliegenden Straßenseite gefällt nicht so richtig.

Gemeinsam mit ihren Kollegen der Kreistags- und Gemeinderatsfraktionen und 1. Kreisrat Carsten Harings hatte sie sich am Dienstag einen Eindruck von der Situation vor Ort gemacht. Schulleiterin Uta Komendzinski, die nach eigenem Bekunden seit Jahren bei der Kreisverwaltung für die nötigen Mittel zur Gestaltung der beiden Schulhöfe wirbt, führte die Politiker herum und erläuterte ihnen das Konzept, das sie und ihre Kollegen sich wünschen.

Auf dem Schulhof des Neubaus bieten nämlich eine Rasenfläche, zwei Sitzbänke und eine Tischtennisplatte den älteren Schülern die einzigen Möglichkeiten zur Pausengestaltung. Eine Steinmauer könnte das Areal gestalten und gleichzeitig den Schülern als Sitzgelegenheit dienen, auch ein Pavillon als Unterstand und Rückzugsort steht auf dem Wunschzettel. Mitten auf der Rasenfläche sollen zwei Pfähle verankert werden, an denen beispielsweise ein Volleyballnetz gespannt werden kann. „Die Kinder sollen ja auch dazu animiert werden, ihren Bewegungsdrang auszuleben“, sagte die Schulleiterin.

Aber auch auf dem Schulhof des Altbaus, auf dem die jüngeren Schüler ihre Pausen verbringen, gibt es noch einige Baustellen. So sollen zum Beispiel ein Bushäuschen und ein Geräteschuppen erneuert und der Untergrund für ein Klettergerüst bereitet werden. „Das Klettergerüst steht schon seit zweieinhalb Jahren im Keller. Es fehlten aber bisher die Mittel, um Matten oder Sand als Boden zu legen, deshalb wurde das Spielgerät bisher noch nicht genutzt“, erzählt Komendzinski.

25 000 Euro braucht die Förderschule, um ihre Schulhöfe fertig zu stellen. Mittel, die laut FDP-Fraktionsvorsitzendem Ernst-August-Bode auch aufgrund der Schuldenbremse bis 2016 nicht im Haushalt des Landkreises zur Verfügung stehen. „Das kann doch nicht sein. Die FDP wird beantragen, die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen.“ Die Schulhöfe müssten fertig werden.

Eine andere Möglichkeit sieht 1. Kreisrat Harings. „Im Haushalt gibt es meines Wissens Mittel von 40 000 Euro, die für den Werkraum vorgesehen waren. Wenn der nun schon fertig ist, könnte man diese Mittel umlegen auf die Gestaltung des Schulhofs.“ Uta Komendzinski hörte am Dienstag von dieser Summe zum ersten Mal. „Wenn das möglich wäre, würde uns das sehr freuen“, sagte sie. Erst müsse aber geprüft werden, ob diese Mittel tatsächlich zur Verfügung stünden.