Hude - Als „wilde Spekulation“ bezeichnet die SPD-Fraktion die von der CDU in die Öffentlichkeit getragenen Zahlen zu den Kosten des Tunnelbauwerks an der K  226 und der im Umfeld vorgesehenen Umbaumaßnahmen des Kreuzungsbereiches.

In der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses an diesem Mittwoch werde die SPD beantragen, einen Beschluss über die Ausbauplanung zu fassen, kündigte Ratsherr Ralf Schepker an. Erst danach – so haben es auch Vertreter des Landkreises und der Landesbehörde für Straßen und Verkehr wissen lassen – sei eine konkrete Kostenermittlung möglich.

Die von der CDU genannten Zahlen seien ein Mix aus allen möglichen Ausbauvarianten und Spekulationen über etwaige Kostensteigerungen. Aus Sicht der SPD müssen die einzelnen Positionen, die unterschiedlichen Kostenträgern zuzuordnen sind, differenziert betrachtet werden. Das Tunnelbauwerk werde zu 85 Prozent vom Landkreis finanziert, den Rest habe die Gemeinde zu übernehmen. Die gewünschten Verbesserungen im Bereich der Kreuzung wie beispielsweise die Linksabbiegespur auf der Burgstraße seien allein Sache der Gemeinde. Diese Verbesserungen seien unabhängig vom Tunnelbauwerk zu sehen, weil sie ohnehin als wünschenswert und notwendig erachtet werden.

Der SPD-Vorschlag für die Ausbauplanung basiert auf dem bereits in der Februar-Sitzung eingereichten Antrag, der neben dem Tunnelbauwerk einen Ausbau der Burgstraße mit Linksabbiegespur sowie einen Geh- und Radweg für beide Richtungen auf der Südseite der Burgstraße vorsieht. Nach Abriss des ehemaligen „La Villa“ steht hier ausreichend Platz zur Verfügung.

Nach Kalkulation der für diese Ausbauvariante entstehenden Kosten möchte die SPD von der Gemeindeveraltung ein öffentliche Informationsveranstaltung abgehalten wissen, um diese Weiterentwicklung des Ergebnisses der Bürgerbefragung allen Interessierten zu erläutern.