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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hude

Sich einmal wie ein Model fühlen

10.05.2019

Vielstedt Ein bisschen Make-Up hier, ein wenig Rouge da: Das Fotoshooting der Lebenshilfe Delmenhorst und des Landkreises Oldenburg wirkt äußerst professionell. Fotografin Bianca Schröder und Visagistin Silke Eilemann tun alles dafür, dass ihre „Models“ – in diesem Fall 130 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung im stationären Wohnbereich oder mit ambulanter Assistenz aus zehn verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe – an zwei Tagen ins rechte Licht gerückt werden. Das Motto dazu lautet: „Du bist einzigartig, liebenswert und wunderschön!“

Glück haben die Protagonisten an diesem Donnerstagmittag auch mit dem Wetter. Während es am Abend vorher noch gegossen und der Wetterbericht nichts Gutes vorhergesagt hatte, strahlte passenderweise beim Fototermin die Sonne am Vielstedter Bauernhaus.

Vor etwa zwei Jahren hatte sich Sabine Poppinga (Bereich Wohnen) von der Lebenshilfe überlegt, was man tun könnte, damit sich die Mitbewohner in ihren Haus- und Wohngemeinschaften wohler fühlen. So entstand der Gedanke, dass es toll wäre, wenn man Fotos von sich hätte, berichten Christine Mengkowski (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Lebenshilfe), Einrichtungsleiterin Rita Hoffmann und Sabine Poppinga. Sie gehören zu den Initiatoren, wie auch Miriam Hertel und Maren Höhne.

Mit der Aktion soll das Selbstbewusstsein der Menschen mit Beeinträchtigung gestärkt werden. „Man merkt, dass sie plötzlich zu anderen Menschen werden“, weiß Sabine Poppinga zu erzählen: „Wir müssen viel mehr darin investieren, Menschen und ihre Seele zu fördern.“ Dann würde man auch mit Schwierigkeiten im Alltag besser umgehen.

Neben Gruppenaufnahmen und Einzelbildern gibt es auch Geschwistershootings. „Jetzt habe ich ein schönes Foto für meine Mama“, freut sich Heike Langer aus Bookholzberg. „Da werden vor Freude wieder Tränen kullern“, sagt die 50-Jährige und grinst.

Das Vielstedter Bauernhaus als Location hatte Fotografin Bianca Schröder ausgesucht. „Dafür sind wir sehr dankbar, hier die Aufnahmen machen zu dürfen“, sagt Christine Mengkowski. Vor dem Shooting werden nicht nur die Frauen zurechtgemacht, auch die Männer kommen in die Maske. Das wollten die Herren allerdings zuerst nicht. „Schminken? Ich bin doch ein Mann!“, hatte ein Teilnehmer gesagt. Er wurde eines Besseren belehrt: Als ein Kollege den ersten Schritt machte, zogen alle anderen nach.

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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