Hude - Stephanie Loos war gut gelaunt. „Wir haben viele Teilnehmer heute hier und es kommen noch stetig welche dazu“, freute sich die Reiterin, die zum erweiterten Vorstand des Reitclubs Hude zählt, am Sonnabend.

Um 15 Uhr empfing der Reitclub seine Mitglieder nämlich zum „Ringstechen“. Dabei müssen Teilnehmer im Trab auf Pony oder Pferd unter einem Schild hindurch reiten. Darin hängt ein Ring, den es für die Teilnehmer mit einer Art Lanze durchzustechen und hinunterzuziehen gilt. Sobald der Ring heruntergezogen ist, rückt ein nächster nach. Gewonnen hat schließlich derjenige, der die meisten Ringe gestochen hat.

Ponyreiter hatten sechs Durchgänge Zeit, ihre Ringe zu sammeln, die Reiter auf Pferden zehn. Bis 18 Uhr dauerte das ungewöhnliche Turnier, das nach einer alten Tradition bis vor wenigen Jahren stattgefunden hatte und in diesem Jahr vom neuen Vorstand reaktiviert wurde. „Das ist einfach ein richtig schöner und lustiger Zeitvertreib für Pferd und Reiter“, weiß Stephanie Loos. Was im Mittelalter noch der Ausbildung der Ritter als Vorbereitung auf Wettkämpfe diente, ist heute neben den übrigen pferdesportlichen Wettkämpfen zu einer weiteren Form des Kräftemessens geworden.

Auf dem Ponyrücken gewann schließlich Jantje Radel, die mit fünf Ringen und zwei Ringen im Stechen gegen Laura Lakeberg gewann. Lakeberg belegte mit insgesamt sechs Ringen den zweiten Platz. Vier Ringe bescherten der Reiterin Merle Harfst den dritten Platz.

Bei den Pferdereitern überzeugte Lutz Harfst mit überragenden acht Ringen, Ulf Strothotte ergatterte mit sieben Ringen den zweiten Platz. Den dritten Platz teilten sich Rieke Schiller, Melanie Harms und Uwe Stöver mit jeweils sechs Ringen.

Gefeiert wurden die Gewinner schließlich beim gemeinsamen Grünkohlessen in der vereinsinternen Kantine.