Wüsting - „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“ hatten die Landtage-Veranstalter schon in der Nacht zum Montag auf ihrer Facebook-Seite verkündet, nachdem sich der Hauptparkplatz an der Holler Landstraße aufgrund der Wassermassen, die seit Sonntagnachmittag niedergeprasselt waren, in eine unbefahrbare Schlammwüste verwandelt hatte.

Flugs wurde für den Montag ein Ausweichparkplatz im Ort eingerichtet. Fünf Shuttle-Busse fuhren die Besucher im Dauertakt von diesem Parkplatz zum Ausstellungsgelände und zurück. „Das hat gut geklappt“, sagte Holger Kreye vom Projektmanagement am Montagabend.

Trotz der Wetterkapriolen war die Messe laut Kreye auch am Montag noch gut besucht. Das Showprogramm im Tierschauring konnte stattfinden.

Aus Sorge um die Gesundheit von Reitern und Pferden wurden die ganztägig geplanten Springwettbewerbe (40plus-Championstour und Amateur-Show-Jumping) aber abgesagt. „Der Platz war zu nass“, sagte Kreye. „Das wäre zu gefährlich gewesen.“

Insgesamt zog Kreye eine dennoch zufriedenstellende Bilanz der vier Messetage.

Landtage-Chef Helmut Urban sprach von wiederum rund 70 000 Besuchern.

Auch für die meisten Aussteller waren die Landtage trotz des Regens ein Erfolg. So auch für Zwanet und Henk Meisner aus dem niederländischen Meeden. Sie stellten ihre Möbel aus, die sie aus französischen Rotweinfässern fertigen. „Im letzten Jahr waren wir noch Besucher der Messe, und dieses Jahr haben wir das erste Mal selber ausgestellt“, sagte Zwanet Meisner. „Für uns waren es erfolgreiche vier Tage, wir haben viele Kontakte geknüpft.“

Am Stand der Molkerei Ammerland gab es während der vier Messetage nicht nur einen spielerischen Zeitvertreib für Kinder, sondern auch einen grünen Weideshake. „Das ist Weidemilch oder Buttermilch mit Pfefferminzsirup“, sagte Eike Ulken von der Molkerei Ammerland. „Für einen Euro gibt es so einen grünen Shake. Den Erlös spenden wir zu 100 Prozent an das Kinderhospiz in Wilhelmshaven.“ Auch Ulken zeigte sich zufrieden mit dem Besuch am Messestand.