Delmenhorst - Endspurt für das Weihnachtsfest. Wer bisher noch kein Geschenk für die Lieben besorgt hat, wird sich wohl oder übel an Heiligabend noch ins weihnachtliche Einkaufsgetümmel stürzen. Für Verkäuferinnen und Verkäufer sind die Tage direkt vor dem Weihnachtsfest besonders stressig.

„In den letzten drei Jahren haben sich der 23. und der 24. Dezember als Hauptverkaufstage herauskristallisiert“, sagt Rita Imhoff, Geschäftsführerin des Delmenhorster Spielwarengeschäfts Otto Spiel und Freizeit. Das Kaufhaus hat an Heiligabend bis 13 Uhr geöffnet. „Am 24. ist es meist der absolute Wahnsinn, das zeichnet sich auch dieses Jahr ab“, sagt Imhoff.

Die Vorlieben der Kunden hätten sich kaum verändert. „Am besten laufen die Klassiker. Bei den jüngeren Mädchen sind das zum Beispiel die Puppenküche oder der Kaufmannsladen. Bei den älteren Mädchen liegen die Puppen von der Monster High gerade voll im Trend“, berichtet Imhoff. Für die Jungs wäre nach wie vor Lego ein sehr starkes Thema, so Imhoff.

Den Boom im Online-Versandhandel fürchtet die Geschäftsführerin des Spielwarenladens nicht. „Unser Inhaber, Andreas Otto, hat schon vor zehn Jahren einen Internet-Shop für das Geschäft eingerichtet. Wir bieten also auch selbst Online-Bestellungen an. Und der Service wird stark genutzt“, sagt Imhoff. „Der Trend geht eindeutig dorthin. Man muss heute einfach ein zweites Standbein haben, sonst hat man ein Problem“, erklärt sie.

Natürlich sei es nicht gerade leicht, sich gegen Amazon und Co. zu behaupten, doch Angst hätte sie keine. „Die großen Online-Firmen sind für uns Mitbewerber, aber als Konkurrenz sehen wir sie nicht“, erklärt die Geschäftsführerin selbstbewusst.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake