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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Wahrer Sportsgeist – oder Sport als Ware?

11.07.2019
Frage: Herr Loerwald und Herr Koch, die Vortrags- und Diskussionsreihe „1x1 der Wirtschaft“ wird eng mit dem früheren IÖB-Chef Professor Hans Kaminski verbunden, der nun in den Ruhestand gegangen ist. Warum setzen Sie die Reihe fort?
Loerwald: Ganz einfach: Wir sehen einen Bedarf für dieses Veranstaltungsformat, das über wirtschaftliche Zusammenhänge aufklären will, möglichst praxisnah. Der Bedarf steigt in der allgemeinen Unübersichtlichkeit unseres Alltags sogar eher noch, finden wir.
Koch: Es wäre auch einfach ein Fehler, ein so erfolgreiches, in der Region bekanntes Format aufzugeben. Wir haben eine große Fangemeinde, die es auch liebt, nach den Expertenrunden beisammenzustehen und bei Wurst und Bier weiter zu diskutieren. Unsere Themen sind für breite Bevölkerungskreise interessant.
Frage: Prima, es geht also weiter. Wonach werden Sie Ihre Themen aussuchen?
Loerwald: Wie bisher. Wir versuchen, Schlüsselprobleme unserer Zeit und auch des täglichen Lebens in den Mittelpunkt zu rücken. Sie sind meist international von Bedeutung, lassen sich aber auch auf unsere Region und im Prinzip auf jeden Einzelnen herunterbrechen, wie in den letzten Jahren etwa EU-Themen oder die Globalisierung.
Frage: Am 29. August wird es nun um die Kommerzialisierung des Sports und ihre Folgen gehen, unter dem Motto: „Schneller, höher, reicher – Wahrer Sportsgeist versus Sport als Ware?!“
Koch: Das ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Deutschland gilt ja als sportliche Nation, sowohl von der eigenen Betätigung her als auch vom Interesse an Sportereignissen. Das macht sich auch an hiesigen Vereinen fest, wie Werder Bremen, den EWE Baskets oder den VfL-Handballerinnen, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir finden es wunderbar, wenn diese Vereine regional verankert sind, selbst Talente aufbauen. Wir sehen aber auch: Die Kommerzialisierung schreitet voran. Ganz oben dabei sein kann auf Dauer offenbar nur, wer über viel Geld verfügt, wie aktuell die britischen Fußballvereine, die von extremen TV-Einnahmen profitieren.
Frage: Und was gibt es da zu diskutieren?
Koch: Na ja, die Frage ist ja, was wir als Gesellschaft wollen. Und ob unsere Strukturen noch angemessen sind, um international oben mitzuspielen. Und mancher fragt sich, ob die Sportförderung nicht kräftig ausgebaut werden muss, ganz aktuell etwa für Frauen-Fußball. Also: Es gibt zahlreiche interessante Aspekte!
Frage: Das IÖB hat immer wieder bekannte Persönlichkeiten für sein „1x1 der Wirtschaft“ gewonnen. Wie sieht es dieses Mal aus?
Loerwald: Wir haben eine sehr kompetente Runde beisammen. Die Gäste unserer Gartenvorlesung haben die Chance, gute Infos aus erster Hand zu bekommen. Nach aktuellem Stand erwarten wir Niels Bötel, den Handball-Bundesligatrainer des VfL Oldenburg, Klaus Filbry. Vorsitzender der Geschäftsführung bei Werder Bremen, Hermann Schüller, den geschäftsführenden Gesellschafter der EWE Baskets, und Hauke Richters, den Leiter der NWZ-Sportredaktion. Die Moderation übernimmt mein Kollege Michael Koch.
Frage: Was würden Sie zum Beispiel den Werder-Manager fragen?
Koch: Na etwa, wie man auf Dauer den Spagat hinbekommen kann, volksnah sein zu wollen, zugleich aber auch stets geschäftlich und in großen Summen denken zu müssen. Oder was wohl der Sinn der noch jungen Profi-Sparte für E-Sports bei Werder ist. Wie immer wird es auch um die Bedeutung des Sports für die Region gehen.
Frage: Wo ist da der wirtschaftliche Aspekt?
Loerwald: Der ist erheblich. Denken Sie nur an die zahlreichen Stadionbesucher, die Fernsehrechte, das Unternehmenssponsoring, die Beschäftigten in der Branche oder die indirekten Effekte wie die Ankurbelung von Konsum.
Frage: Wer ist die Zielgruppe für das „1x1 der Wirtschaft“ Ende August?
Koch: Die geht durch alle Bevölkerungsgruppen, auch von Jung bis Alt. Jeder Interessierte ist bei uns herzlich willkommen.
Frage: Wie kommt man an Karten?
Loerwald: Die werden in den kommenden Wochen wie üblich von der NWZ-Wirtschaftsredaktion verlost. Dazu wird ein Coupon mehrmals auf der Wirtschaftsseite veröffentlicht werden.
Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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