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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

750 Millionen Euro für Niedersachsen und Bremen

16.04.2019
Frage: Herr Pofalla, Zugausfälle, Verspätungen, genervte Kunden – was läuft falsch bei der Deutschen Bahn?
Pofalla: Mit der klimafreundlichen Bahn sind Jahr für Jahr immer mehr Menschen unterwegs und wir eilen von einem Passagierrekord zum nächsten. Das ist eine wirkliche Erfolgsgeschichte. Aber wir haben mit den Kapazitäten zu kämpfen. Kapazität beim Personal, bei den Fahrzeugen und bei der Infrastruktur. Der Güterverkehr hat in den vergangenen 25 Jahren um 80 Prozent zugenommen und der Personenverkehr um 40 Prozent. Aber wir müssen besser werden. Da können wir nicht drum herumreden. Mit der Agenda für eine bessere Bahn steuern wir aktuell gegen: 22 000 neue Mitarbeiter stellen wir dieses Jahr ein. Wir investieren in den kommenden Jahren rund zehn Milliarden Euro in neue Fahrzeuge. Auch bei der Infrastruktur haben wir viel getan und in Gang gesetzt. Die ersten drei Monate in diesem Jahr zeigen, dass es nach oben geht. Unsere Fernzüge sind deutlich pünktlicher unterwegs. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2019 am Ende besser abschneiden und mehr zufriedene Kunden haben werden.
Frage: Welche Mittel fließen nach Niedersachsen?
Pofalla: In Niedersachsen und Bremen verbauen wir 2019 rund 750 Millionen Euro. In Osnabrück wird ein elek­tronisches Stellwerk errichtet. Der Bau des Umschlagterminals Mega Hub in Lehrte geht weiter mit einer innovativen Sortieranlage, einem Umschlagmodul mit sechs Gleisen mit je 700 Metern Länge und dem Kranbau mit bis zu sechs modernen Portalkränen. In Hannover wird die Eisenbahnüberführung Königstraße erneuert und der Bahnhof Weener bekommt neue Bahnsteige und Wetterschutzhäuser.
Frage: Droht angesichts der angekündigten Bauoffensive am Streckennetz nicht noch mehr Chaos bei der Bahn?
Pofalla: Nein, sicher nicht. In den vergangenen zwei Jahren ist unser Bauvolumen um 20 Prozent angestiegen. Die baustellenbedingten Störungen sind aber gleichzeitig durch eine bessere Steuerung um 27 Prozent zurückgegangen. Wir haben heute weniger Störungen, obwohl wir mehr bauen. Und wir arbeiten daran, dass dies noch besser wird und investieren den Rekordbetrag von 10,7 Milliarden Euro in diesem Jahr ins Netz.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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