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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

AfD ist eine Partei gegen die politischen Eliten

08.03.2016
Frage: Die AfD feiert zweistellige Ergebnisse bei den Kommunalwahlen in Hessen. Ist das ein Signal auch für die kommenden Landtagswahlen?
Korte: Die AfD etabliert sich auch in den westdeutschen Parlamenten auf allen Ebenen. Sie reagiert auf eine Angebotslücke der anderen Parteien. Dennoch: Die Mehrheit der hessischen Wählerinnen und Wähler unterstützt die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Sie haben die Parteien der bürgerlichen Mitte gewählt.
Frage: Woher kommt die hohe Zustimmung für die AfD?
Korte: Die Zustimmung für die AfD ist Ausdruck einer antielitären Wut. Die Wahlentscheidung ist Ausdruck des Protests gegen den elitären Sprech, sei es, wenn es um den Euro, die Schuldenkrise und TTIP geht oder um Genderfragen. Die AfD setzt zudem auf Angst, Entfremdung und Frustration, die zurzeit durch die Flüchtlingspolitik hervorgerufen wird. Die AfD ist eine Partei gegen die politischen Eliten und eine Sammelbewegung für die verängstigten Bürger. Ob es der Protest gegen die Finanzpolitik ist oder antiislamische Bewegungen wie Pegida – sie ist Unmutsaufsauger. Sie ist immer noch eine junge Partei im Werden. Noch ist nicht klar, welchen Weg sie gehen wird.
Frage: Meinungsforscher sehen die AfD auch bei den drei anstehenden Landtagswahlen am kommenden Sonntag in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt im zweistelligen Bereich. Wird das ein Schock für die etablierten Parteien?
Korte: Das wird ein Triumph für die AfD werden. Erstmals dürfte es ihr gelingen, auch in die Landtage großer Bundesländer in Westdeutschland einzuziehen. Sie wird damit die Regierungsbildung erschweren. Für die AfD-Führung ist das ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Bundestagswahl.
Frage: Ist die AfD wie andere Protestparteien auch nur eine vorübergehende Erscheinung?
Korte: Wenn die Flüchtlingszahlen zurückgehen, muss sich die AfD ein neues Thema suchen. Sie wird nicht gleich aus der Parteienlandschaft verschwinden, aber an Bedeutung verlieren. Andere Ein-Themen-Protestparteien haben es vorgemacht. Aber der antielitäre kleinbürgerliche Protest verschwindet nicht. Die Parteienlandschaft verändert sich schnell.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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