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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Afghanistan-Einsatz nur mit Partnern zu bewältigen

19.11.2014
Frage: Die Bundeswehr soll ein weiteres Jahr in Afghanistan bleiben: Wie lange wird das Land noch von Unterstützung abhängig sein?
Kujat: Solche Einsätze können sehr, sehr lange dauern. Ich rechne damit, dass wir dort noch einige Zeit werden bleiben müssen. Entscheidend ist ein geschlossenes Vorgehen der Nato. Die Aufgaben in Afghanistan können nur zusammen mit unseren Partnern bewältigt werden.
Frage: Bis Ende 2016 wollen die Amerikaner ihre Truppen komplett vom Hindukusch zurückziehen. Sollte dann auch für die Bundeswehr Schluss sein?
Kujat: Die US-Armee leistet wesentliche Beiträge, um die Sicherheit Afghanistans und der ausländischen Truppen zu gewährleisten. Ein längeres deutsches Engagement ist ohne amerikanische Unterstützung nicht machbar. Wir dürfen hier kein Risiko eingehen.
Frage: Wie groß ist die Gefahr, dass Afghanistan völlig in Chaos zurückfällt und wieder zum Rückzugsort für den Terrorismus wird?
Kujat: Ich habe schon seit Jahren auf die Defizite hingewiesen. Militärisch ist sicherlich einiges erreicht worden. Aber im zivilen Bereich, beim Aufbau von Polizei, Rechtsstaat und Verwaltung, ist noch jede Menge zu tun. Die militärische Präsenz war die Voraussetzung dafür, dass es im zivilen Sektor überhaupt Fortschritte geben konnte. Die Ausbildungsmission, die jetzt dem Kampfeinsatz folgen soll, setzt genau dort an. Trotzdem: Es gibt keine Erfolgsgarantie.
Frage: Wie gut sind Polizei und Armee in Afghanistan ausgebildet?
Kujat: Die afghanische Armee und die Polizei sind noch weit davon entfernt, die Sicherheit des Landes voll garantieren zu können. Das ist nicht nur eine Frage der Ausbildung und der Ausrüstung. Es geht auch um die Moral der Sicherheitskräfte und um ihr Ansehen in der Bevölkerung. Die Afghanen sind von europäischen Standards noch weit entfernt.
Frage: Deutschland will für die Ausbildungsmission 850 Bundeswehr-Soldaten bereitstellen. Reicht das aus?
Kujat: Die Nato bereitet die neue Mission „Resolute support“ gerade erst vor. Die Aufgabe muss von allen Nato-Mitgliedern gemeinsam getragen werden. Deutschland hat sich frühzeitig zu diesem Einsatz bekannt und wird sicher einen substanziellen Beitrag leisten.
Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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