Hallo Herr Poelmeyer, wo sind Sie denn gerade unterwegs?
PoelmweyerIch bin mit meinem LKW auf dem Rückweg von Augsburg und habe es fast geschafft. Ich werde gleich von der A1 in Richtung Oldenburg abbiegen.
Und, nach den vielen Stunden am Lenkrad, stellen sich da Verspannungen ein?
PoelmeyerIn der Tat. Trotz der hochwertigen Sitze, die alle unsere Fahrzeuge besitzen, merke ich es am ehesten im Rücken und in der Wade.
Immer mehr Berufstätige gehen nach Feierabend ins Fitnessstudio. Sie haben am Firmensitz in Oldenburg einen eigenen Fitnessraum eingerichtet. Warum?
PoelmeyerEs ist mir ein wichtiges Anliegen, als Arbeitgeber positiv zur Gesundheit des Fahrers beizutragen. Verständlicherweise tut sich mancher Fahrer schwer, sich nach der Rückkehr von einer langen Tour und vor Beginn seiner Freizeit noch wieder aufzuraffen und ins Fitnessstudio zu gehen. So entstand die Idee, unseren eigene, wir nennen sie: „Energietankstelle“ für die Mitarbeiter einzurichten.
Was steht dort bereit?
PoelmeyerEine Reihe hochwertiger Sportgeräte, darunter Laufband, Crosstrainer, Fahrrad, Matten für Gymnastik oder auch ein Boxsack, an dem man seine überschüssige Energie rauslassen kann. Die Mitarbeiter wurden von Profis geschult.
Was ist der Hintergrund für Ihre Initiative?
PoelmeyerIn der Branche gibt es einen relativ hohen Krankenstand. Sehr oft stecken Rückenschmerzen dahinter. Diese gesundheitlichen Probleme lassen sich lindern oder sogar beheben, wenn man etwas für sich tut und trainiert, beispielsweise die Rückenmuskulatur stärkt – eventuell auch schon unterwegs mit einem Dehnband. Ich halte das für sehr wichtig, denn nur ein gesunder Fahrer ist ein sicherer Fahrer.
Zum Thema „Sicherheit im Straßengüterverkehr“ mache ich mich auch in Zusammenarbeit mit Polizei und Straßenverkehrswacht stark.
Ihre Firma ist mit 22 eigenen Fahrzeugen ganz schön groß. Warum fahren Sie als Chef mit 62 noch selbst?
PoelmeyerIch lebe und liebe Logistik. Dazu muss ich die Aufgaben aller Beteiligten kennen.
