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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Als Deutscher würde ich mich schämen

22.07.2014
Frage: In Deutschland gibt es Demonstrationen gegen Israels Militäroffensive in Gaza. Haben Sie Art und Ausmaß der Proteste überrascht?
Hadas-Handelsman: Ich bin regelrecht erschrocken. Demokratie bedeutet Meinungsfreiheit. Dazu gehören selbstverständlich auch Demonstrationen. Aber es ist etwas anderes, wenn es zu Gewalt gegen Gegendemonstranten kommt oder antisemitische, rassistische Parolen gerufen werden.
Frage: Ein muslimischer Prediger soll in Berlin zur Vernichtung Israels aufgerufen haben. Bei einer Demonstration wurden antisemitische Parolen skandiert, ohne dass die Polizei eingriff. Sind Sie enttäuscht von den deutschen Sicherheitsbehörden?
Hadas-Handelsman: Eine Demokratie muss sich gegen ihre Feinde zur Wehr setzen. Solche Parolen sind ein Verstoß gegen die deutsche Verfassung. Freiheit darf nicht missbraucht werden. Als Deutscher wäre ich über solche Vorfälle und Sprechchöre sehr besorgt und würde mich schämen.
Frage: Der Zentralrat der Juden spricht von einer „Explosion an bösem und gewaltbereitem Judenhass“. Nehmen antisemitische Tendenzen in Deutschland wieder zu?
Hadas-Handelsman: Antisemitismus ist schlimm. Wenn er sich in Deutschland breitmacht, besteht ernsthaft Grund zur Sorge.
Frage: Die Bundesregierung kritisiert die Tötung von Zivilisten Gaza.
Hadas-Handelsman: Die deutsche Regierung hat mehrfach erklärt, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung hat. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um Zivilisten zu verschonen. Vor jedem Angriff werden sie von uns gewarnt und gebeten, ihre Häuser zu verlassen. Hamas-Terroristen verstecken sich bei der Zivil-Bevölkerung. Deshalb gibt es leider unschuldige Tote und Verletzte. Wir bedauern jeden einzelnen dieser Fälle.
Frage: Wäre es nicht an der Zeit, einen Waffenstillstand vorzubereiten?
Hadas-Handelsman: Hamas schießt auf unsere Zivilisten. Wenn sie uns treffen, jubeln sie. Die palästinensische Bevölkerung wird als menschlicher Schutzschild missbraucht. Und die Anführer der Hamas sitzen irgendwo in ihrem Bunker oder in Luxus-Hotels in Katar. Uns geht es darum, die Hamas zu zwingen, ihre Angriffe zu stoppen. Dafür müssen Herstellung und Schmuggel von Raketen beendet werden.
Rasmus Buchsteiner
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

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