• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Nörgelnd durch Delmenhorst

22.08.2018
Frage: Wie kam es zu der Idee, eine Stadtführung für Nörgler anzubieten?
Thomas Meyer: Johannes Mitternacht und ich saßen bei einem Wein zusammen und haben uns sicher wieder über die Leserbriefe in der Zeitung ausgelassen.
Johannes Mitternacht: Auf jeden Fall ging es um das ständige Schlechtreden der Delmenhorster über ihre eigene Stadt. Da hatte Thomas Meyer die Idee, auf diese ständigen Nörgeleien mit einer solchen Aktion zu reagieren.
Frage: Sind die Delmenhorster tatsächlich so schlimme Nörgler?
Meyer: Doch, es hat hier schon eine gewisse „Kultur“ die Stadt schlechtzureden.
Mitternacht: Oder wie ein Freund von mir es mal formulierte: Der typische Delmenhorster trifft sich mit anderen auf dem Stadtfest, um sich gemeinsam darüber zu beklagen, dass in Delmenhorst nichts los ist.

Nörgel-Stadtführung

Die Stadtführung für Nörgler des Citykirchenprogramms findet am Samstag, 26. August, und am Samstag, 27. Oktober, statt. Beginn ist jeweils um 14 Uhr am Eingang zur Burginsel. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Anmeldung bitte unter: Telefon  04221/12 640

Frage: Welches Ziel steckt hinter der Nörgler-Tour?
Meyer: Beim Nörgeln holen wir die Leute ab, wollen da aber nicht stehenbleiben.
Mitternacht: Gerade das Nörgeln eignet sich ja ganz gut, um auch mal einen anderen Blick einzunehmen, ins Gespräch zu kommen, vielleicht sogar zum Widerspruch zu reizen.
Frage: Macht Ihnen selbst Nörgeln Spaß? Immerhin sind Sie ja beide Delmenhorster…
Meyer: Klar nörgele ich, etwas anderes zu behaupten, wäre verlogen.
Mitternacht: Es lassen sich hier schon genügend Dinge finden, die leidenschaftlich zu benörgeln sind.
Frage: Nörgeln Sie lieber oder entdecken Sie doch lieber das Schöne am Benörgelten?
Meyer: Ich habe schon etliches Schönes in unserer Stadt entdeckt, nur nörgeln ist unproduktiv.
Mitternacht: Über das bloße Nörgeln nörgle ich eigentlich am meisten – es ärgert mich, wenn Kritik sich nur im Negativen erschöpft und nicht konstruktiv sein will.
Frage: Warum lohnt es sich, auch das Schöne in Delmenhorst zu entdecken?
Meyer: Es lohnt sich, positiv auf Punkte der Stadt zu schauen, weil sich die negative Grundhaltung ändert. Ein negatives Grundimage bekommt man schwer in den Griff, da hilft nur: Delmenhorst mit anderen Augen sehen, positiv.
Mitternacht: Dafür ist aber eben auch ein genauer Blick auf kritische Dinge notwendig – und sei es nur, um zu sehen, dass vieles vielleicht gar nicht so schlecht ist, wie es scheint. Das Allermeiste hat doch zumindest Potenzial.
Frage: Wie lässt sich die Nörgler-Tour in das Konzept der Citykirche einordnen?
Meyer: Wir probieren in der Citykirchenarbeit immer wieder Neues aus, siehe jüngst der Tango-Gottesdienst. Es passt insofern ins Citykirchenprogramm, als wir auch von der Kirche angehalten sind, Themen der Stadt aufzugreifen. Was die Bürgerinnen und Bürger interessiert oder umtreibt, findet auch bei uns Gehör. Nicht immer lässt sich eine Veranstaltung daraus machen, aber das Nörgeln der Delmenhorster ist bei Johannes Mitternacht und mir schon länger auf dem Zettel.
Mitternacht: Ja – und jetzt nörgeln wir endlich mal in aller Öffentlichkeit und nach Herzenslust mit!
Nathalie Meng
Volontärin, 1. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Weitere Nachrichten:

Delmenhorst | Stadtfest

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.