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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Interview: Alternativen zum Traumberuf überdenken

05.07.2013
Noch gibt es genügend offene Ausbildungsplätze. Das sagt Dirk Holze vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur in Oldenburg.

Frage: Herr Holze, was bedeuten frei bleibende Ausbildungsstellen für den Wirtschaftsstandort Oldenburg? Sind hier Vorboten des Fachkräftemangels zu beobachten?

Dirk Holze: Unbesetzte Ausbildungsstellen können zukünftig einen Fachkräftemangel generieren. Deshalb unternehmen Arbeitsagenturen, Kammern und Paktpartner Aktivitäten wie etwa Ausbildungsbörsen. Einige Branchen besetzen Ihre Ausbildungsstellen noch mit Verzögerung über den üblichen Ausbildungsbeginn August oder September hinaus, wie beispielsweise im Einzelhandel. Die Nachfrage der jungen Menschen nach Ausbildungsplätzen in den gewerblich-technischen Berufen ist trotz guter Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen nach wie vor deutlich geringer.

Frage: Liegt das Freibleiben der Ausbildungsstellen an der mangelnden Attraktivität der Berufe oder an der Qualität der Bewerber?

Holze: Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Zum einen handelt es sich aus Sicht der Jugendlichen nicht immer um Topangebote. Zum anderen sind Anforderungen an Auszubildende grundsätzlich gestiegen. Generell ist es wichtig, dass Jugendliche Alternativen zu ihrem Traumberuf ins Auge fassen und Arbeitgeber nicht nur auf Traumnoten schauen, sondern einen zweiten Blick wagen.

Frage: Wie stellt sich das Verhältnis von freien Ausbildungsstellen zu Bewerbern ohne Ausbildungsplatz dar?

Holze: Aktuell kommt auf einen ausbildungssuchenden Jugendlichen eine noch offene Ausbildungsstelle. Bei entsprechender Flexibilität der Ausbildungswünsche der Bewerber, also grundsätzlich beste Voraussetzungen, dieses Jahr noch eine Ausbildungsstelle zu ergattern.

Frage: Haben die Bewerber ausreichende Vorqualifikationen?

Holze: Nicht alle Bewerber verfügen über die geforderten Qualitäten. Allerdings haben Agentur für Arbeit und Jobcenter Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken. Etwa über Praktika und Qualifizierungen in Einstiegsqualifizierungen und berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen.

Frage: Für welche Ausbildungsberufe sollten sich Interessierte bereits sehr frühzeitig bewerben? Eventuell schon jetzt für den Ausbildungsbeginn 2014?

Holze: Speziell im kaufmännischen Bereich sind bereits zahlreiche Ausbildungsstellen für 2014 ausgeschrieben, weitere für alle Berufe werden in den nächsten Wochen folgen. Grundsätzlich ist allen zu empfehlen, sich rechtzeitig zu bewerben, damit Bewerbungsfristen eingehalten und Chancen genutzt werden können. Dies gilt besonders für Duale Studiengänge. Bei einigen Arbeitgebern endet das Bewerbungsverfahren bereits im Herbst bis Ende des Jahres. In einzelnen Bereichen startet im gewerblich-technischen Bereich die Hauptbewerbungsphase erst zum Beginn des kommenden Jahres.

Frage: In welchen Berufen gibt es zu viele Bewerber?

Holze: Insbesondere bei Berufen im kaufmännischen Bereich wie etwa Büro-, Bank- oder Industriekaufleuten überragt die Zahl der Ausbildungsbewerber deutlich das Angebot an Ausbildungsstellen. Deswegen sind alternative Überlegungen zu Berufswünschen gefragt.

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Frage: Welche Hilfestellungen bietet die Arbeitsagentur für Ausbildungssuchende? Gibt es weitere Anlaufstellen?

Holze: Die Berufsberatung verfügt über ein sehr umfangreiches Angebot wie etwa individuelle Orientierung, Beratung und Ausbildungsvermittlung in Schule und Arbeitsagentur, Informationsveranstaltungen zu Ausbildungsthemen, Bewer­bungs­checks und vieles mehr. Die Berufsberatung gibt Informationen über die weiteren Anlaufstellen weiter – auf die Bedürfnisse des Jugendlichen ausgerichtet – und arbeitet mit diesen in Netzwerken zusammen. Bei Problemen in der Ausbildung können ausbildungsbegleitende Hilfen über die Agentur nachgefragt werden. Auf den Ausbildungsbörsen der Arbeitsagentur gibt es offene Ausbildungsangebote und Arbeitgeber können auch direkt angesprochen werden.

Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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