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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Attraktiver geworden“

29.12.2012
2012 sei ein gutes Jahr für die Wirtschaft im Nordwesten gewesen, meint Dr. Arno Brandt vom Cima Institut für Regionalwirtschaft (Hannover). Diese Entwicklung werde jedoch 2013 nicht anhalten.
Frage: Wie ist das Jahr 2012 für die Wirtschaft im Nordwesten gelaufen?
Brandt: 2012 war ein gutes Jahr für den Nordwesten. Wir haben in fast allen Bereichen, ob in der Automobilwirtschaft, in der Energiewirtschaft oder auch im Dienstleistungssektor, positive Entwicklungen.
Frage: Wird sich diese gute Entwicklung fortsetzen?
Brandt: Es gibt schon deutliche Tendenzen, dass sich die Wirtschaft insgesamt im Jahr 2013 eintrübt. Deshalb rechnen wir bestenfalls mit sehr niedrigen Wachstumsraten. Niedersachsen dürfte in der Tendenz sogar unterhalb des Bundesdurchschnitts liegen. Grund ist die sich schon abzeichnende schwächelnde Konjunktur im Fahrzeugbau, der sehr dominant die wirtschaftliche Entwicklung in Niedersachsen bestimmt.
Frage: Der Arbeitsmarkt hat sich in diesem Jahr auch im Nordwesten als robust erwiesen. Wird dies 2013 anhalten?
Brandt: Ich glaube, dass sich die negativen Tendenzen auch am Arbeitsmarkt zeigen werden. Der Zenit ist dort mittlerweile erreicht. Wir werden auch in Niedersachsen rückläufige Beschäftigungszahlen haben und bei der Arbeitslosigkeit wieder etwas zulegen.
Frage: Es hat in der Region zuletzt einige größere Investitionen gegeben, Jade-Weser-Port, Steelwind in Nordenham, Adidas in Neuenkirchen-Vörden, die geplante große Lebensmittelfabrik in Friesland. Ist die Region für Investoren attraktiver geworden?
Brandt: Grundsätzlich ist der Nordwesten attraktiver geworden. In der gesamten Region, selbst dem lange strukturschwachen Ostfriesland, war die Entwicklung in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich. Durch Großprojekte wie den Jade-Weser-Port erhöht sich die nationale und teils auch internationale Aufmerksamkeit für die Region. Eine entscheidende Frage wird sein, ob Offshore gelingt. Wenn an der Küste Investitionsruinen verbleiben, wäre das auch ein schlechtes Signal an Investoren. Daher sind die Verantwortlichen gefordert, die gestellten Weichen in praktische strukturpolitische Entscheidungen umzumünzen, um Offshore-Windkraft zum Erfolgsprojekt zu machen.

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