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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Bakterien machen nicht an Landesgrenzen halt“

09.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-03-09T10:36:02Z 280 158

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„Bakterien machen nicht an Landesgrenzen halt“

Im Interview: Stephan Albani

Zur Person: Stephan Albaniist jetzt mit dem Memento-Preis ausgezeichnet worden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete erhält den Preis für seinen Einsatz für mehr öffentliche Forschungsförderung im Bereich vernachlässigter Krankheiten.

Frage: Warum engagieren Sie sich im Kampf gegen vernachlässigte Krankheiten?

Albani: Mein Engagement hat eine kleine Vorgeschichte.

Man muss wissen, dass es in der Regel 14 Jahre lang dauert, bis neue Entwicklungen in der Wissenschaft bei den Patienten ankommen. Das ist eine lange Zeit. Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, mein Möglichstes zu tun, um diese Zeitspanne zu verkürzen. Dies ist auch im letzten Jahr erfolgreich auf den Weg gebracht worden. Vor drei Jahren aber war ich als Gast bei der Verleihung des Memento-Preises. Da war mir klar, dass ich mich auch hier engagieren muss. Und das habe ich dann auf drei Feldern getan: Die Förderung der Bekämpfung von vernachlässigten Krankheiten muss bestehen bleiben. Im zweiten Schritt muss sie sogar noch ausgedehnt werden – und die Summe verdoppelt werden. Und das ist auf meine Initiative hin alles gelungen.

Frage: Was sind denn überhaupt vernachlässigte Krankheiten?

Albani: Das sind einerseits Tropenkrankheiten, aber auch HIV und AIDS, Malaria und Tuberkulose. Jährlich erkranken 10 Millionen Menschen neu und es sterben immer noch 1,9 Millionen Menschen jedes Jahr.

Frage: Was bedeutet Ihnen persönlich dieser Preis?

albani: Ich habe mich sehr über die Anerkennung für mein politisches Arbeiten gefreut. Den Preise nehme ich demütig und mit Dankbarkeit entgegen, er bedeutet mir viel.

Frage: Was muss denn zur Bekämpfung der vernachlässigten Krankheiten noch passieren?

Albani: Wir müssen dafür sorgen, dass es weitere Produktentwicklungspartnerschaften gibt. Gerade ist die

Entwicklung eines neues Medikaments gegen Tuberkulose

in der finalen Phase. Es ist einfacher und muss nur noch viel kürzere Zeit genommen werden. Aber wichtiger ist es, die Notwendigkeit des Kampfes gegen vernachlässigte Krankheiten in den Köpfen der Menschen zu verankern. Die Welt ist nun mal globalisiert, ob man das mag oder nicht. Bakterien machen nicht an Landesgrenzen halt. Wenn wir die Krankheiten nicht auf der ganzen Welt besiegen, kommen sie irgendwann wieder zu uns zurück.

Stephan Albani ist jetzt mit dem Memento-Preis ausgezeichnet worden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete erhält den Preis für seinen Einsatz für mehr öffentliche Forschungsförderung im Bereich vernachlässigter Krankheiten.

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