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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Beim Ausbau der Windenergie ist das Maß voll

20.06.2015

Frage: Herr Elsner, warum hat Ihr Verband keine Stellungnahme zum Windenergieerlass abgegeben?

Elsner: Wir haben das in vielfältiger Weise getan, in Form von diversen Petitionen. Es kamen aber nur ablehnende Antworten, aus Textbausteinen zusammengesetzt. Man hat das Gefühl, dass das Ganze ein Schmierentheater ist. Es wird zwar immer von einem Bürgerdialog gesprochen, aber im Grunde steht das Ergebnis schon im Vorfeld fest. Obendrauf kam, dass einige Bürgerinitiativen die Information über die Möglichkeit zu Stellungnahme erst kurz vor dem Abgabetermin bekommen haben. Das Umweltministerium hat den Fehler zugegeben, aber an dem Termin festgehalten.

Frage: Was steckt Ihrer Ansicht nach dahinter?

Elsner: Umweltminister Wenzel wollte den Erlass eigentlich hinter verschlossenen Türen entwickeln, zum großen Teil mit Lobbyverbänden, die mit am Tisch sitzen. Naturschutzverbände waren nur sehr marginal vertreten. Nur durch eine Indiskretion war der Minister gezwungen, die Flucht nach vorne anzutreten und das Ganze dann in die Öffentlichkeit zu tragen. Alleine das ist im Grunde genommen schon ein Affront.

Frage: Was kritisieren Sie am Windenergieerlass?

Elsner: Obwohl Niedersachsen das Bundesland mit den meisten Windkraftanlagen ist und es keine freien Flächen mehr gibt, die nicht konfliktbeladen sind, geht es Politik und Lobbyisten jetzt darum, genau diese Flächen auch noch bebauen zu können. Wir fürchten, dass der Natur- und Artenschutz dabei kaum noch eine Rolle spielt. Auch die Gesundheit der Anwohner ist in Gefahr. Es geht alleine um monetäre Interessen. Das halten wir für nicht akzeptabel.

Frage: Was fordern Sie?

Elsner: Das Maß ist voll in Niedersachsen. Deshalb fordern wir ein Moratorium für den Ausbau der Windenergie. Man muss sich wirklich Zeit nehmen, die gravierenden Probleme der Energiewende zu lösen. Wir sind nicht in Bausch und Bogen gegen die Windkraft, aber für einen langsameren Ausbau. Man muss sensibel schauen, was überhaupt noch möglich ist.

Matthias Elsnerist Vorsitzender des Landesverbandes „Vernunftkraft Niedersachsen“. Der 53-Jährige wohnt in Edewecht (Landkreis Ammerland). Die Bürgerinitiative setzt sich für eine „vernünftige Energiepolitik“ ein.


  www.vernunftkraft-niedersachsen.de 
Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
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