Herr May, es ist spürbar Herbst geworden. Was bedeutet das aus Ihrer Sicht für Fahrradfahrer?
MayWer jetzt mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht gut funktionierendes Licht. Zeitgemäß sind witterungsunabhängige Nabendynamos oder Leuchten, die mit Akkus oder Batterie betrieben werden. Gebrauchträder, die noch mit einem Seitenläuferdynamo ausgestattet sind, sollten mit dieser modernen Technik nachgerüstet werden.
Worin liegen die Vorteile eines Nabendynamos?
MayDer Stromgenerator eines Nabendynamos liegt in der Vorderradnabe. Geschützt vor Nässe und Schmutz, funktioniert er deshalb bei jedem Wetter und jeder Geschwindigkeit. Wer sein Fahrrad umrüsten möchte, investiert sinnvoll in ein neues Vorderrad mit Nabendynamo und in eine Vorderleuchte mit Ein-Aus-Schalter, mit der die Rückleuchte gekoppelt wird. Frontscheinwerfer und Rücklicht gibt es als hell leuchtende LED-Lichter-Sets und mit einer Standlichtfunktion für die Rückleuchte – bei neuen Rädern ist das meist Standard. Auch viele Frontscheinwerfer sind als Standlichtversion erhältlich. Gänzlich unabhängig von Dynamos arbeiten Leuchten, die mit Akkus oder Batterien betrieben werden und einfach nachzurüsten sind. Seit 2013 ist die Dynamopflicht an Fahrrädern aufgehoben. Akku- und Batterieleuchten mit einer Nennspannung von sechs Volt entsprechen seitdem der Straßenverkehrsordnung. Akkus müssen regelmäßig kontrolliert werden und stets geladen sein.
Und welche Kleidung empfehlen Sie?
MayGroßzügig angebrachte Reflektoren an der Kleidung und am Helm oder Westen aus reflektierendem Material tragen ebenfalls zur Sicherheit bei. Am Fahrrad selbst sind reflektierende Flächen an diesen Stellen vorgeschrieben: Nach vorn wirkender weißer Strahler, der im vorderen Scheinwerfer integriert sein darf, ein roter Rückstrahler und ein roter Großflächen-Rückstrahler, nach vorn und hinten wirkende gelbe Rückstrahler an den Fahrradpedalen, mindestens zwei gelbe Rückstrahler an den Speichen beider Räder oder ringförmig zusammenhängende reflektierende weiße Streifen an den
Reifen oder in den Speichen beider Räder.
Michael May ist Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbands (GUV) Oldenburg. Der GUV ist die gesetzliche Unfallversicherung für Schüler im Nordwesten. Bei ihm sind 170 000 Kinder und Jugendliche versichert.
