Ist es in Corona-Zeiten nötig, noch mehr als sonst auf die Bewohner einzugehen?
UbbensJa, wir versuchen das jedenfalls. Ich nehme hier jeden Tag wahr, dass sich unsere Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte mit großem Engagement dafür einsetzen, für eine möglichst hohe Lebensqualität und Zufriedenheit zu sorgen. Denn eines darf man nicht vergessen: Wir sind gerade jetzt auch eine Art Familienersatz für die Bewohner.
Wie funktioniert das?
UbbenWir verbringen viel Zeit zusammen und sind auch für Ängste und Sorgen da. Zur Alltagsarbeit gehört neben den normalen Pflege- und Versorgungstätigkeiten derzeit auch, dass die Mitarbeiter den Bewohnern ganz besonders zur Seite stehen. Das bedeutet zum Beispiel, dass sie ihnen wenn gewünscht die Briefe ihrer Angehörigen und Freunde vorlesen und sich besonders viel Zeit für Gespräche nehmen. Für mich sind die Mitarbeiter in der Pflege derzeit kleine Helden des Alltags.
Gibt es die Möglichkeit für direkte Kontakte?
UbbensJa. Wir haben ein so genanntes Besucherfenster eingerichtet, wo sich die Bewohner mit ihren Angehörigen verabreden können. Über das gekippte Fenster sind aus sicherer Entfernung direkte Gespräche mit Sichtkontakt möglich, ohne dass eine Infektionsgefahr besteht. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen und ist nach unseren Erfahrungen für alle Beteiligten ein sehr schöner Moment.
