Herr Harms, welche Bedeutung hat die Universitätsgesellschaft (UGO) für Oldenburg?
HarmsUnsere Universitätsgesellschaft ist mit ihren mehr als 1000 Mitgliedern ungewöhnlich groß, eine der größten in der Republik. In Oldenburg ist die Universitätsgesellschaft, von den Sportvereinen abgesehen, der wohl größte Verein. Die Identifizierung des Bürgertums mit der Universität ist bemerkenswert. Es hat aber auch lange gedauert, bis es zu dieser Brücke kam.
Welche Brücke schlägt die Universitätsgesellschaft?
HarmsUniversitätsgesellschaften haben die Aufgabe und das Selbstverständnis, Universitäten zu unterstützen – auch im Wunsch, Wissenschaft transparenter und verständlicher zu machen und gleichzeitig zu zeigen, welche Bedeutung die Universität hier in der Region hat. Und dass sie eine große Bedeutung hat, steht ja nicht infrage, auch im Hinblick auf Arbeitsplätze. Wenn man etwa die Entwicklung in den Bereichen Informatik und Hörforschung betrachtet, so sind die Ergebnisse nicht nur regional und national, sondern auch international hochrangig. Und das sind Dinge, für die die Universitätsgesellschaft ein Bewusstsein schaffen will. Durch die UGO werden Netzwerke geknüpft – sowohl mit der Wirtschaft als auch mit der Kultur.
Bürgernah oder elitär – wie begreift sich die UGO?
HarmsDas Selbstverständnis, Elite zu sein, hat sie sicher nicht. In die Universitätsgesellschaft kann jeder eintreten. Es sind auch keine großen Beträge, die da gefordert sind. Und unsere mehr als 1000 Mitglieder sprechen ja auch ein Zeugnis dafür, dass jeder bei uns willkommen ist und jeder partizipieren kann von dem, was die Universitätsgesellschaft anbietet: darunter Workshops, Meetings und Vorträge. Auch der Neujahrsempfang gehört dazu. Alles dient der Förderung des Austausches zwischen Wissenschaftlern und Bürgern.
Gerhard Harms ist Pressesprecher der Oldenburger Universitätsgesellschaft (UGO). Im Interview erläutert der 71-Jährige, welche Aufgabe die UGO hat. Sie sei keineswegs ein elitärer Club, sondern ein bürgernaher Verein, der allen offen stehe.
