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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Bildungspaten gut geschult

17.04.2014
Diplom-Sozialwissenschaftlerin Gabriela Kaboth-Freytag (60) koordiniert das Projekt „Bildungspaten“ in der Agentur „Ehrensache“. Am 29. April beginnt eine neue Schulung für Ehrenamtliche mit einigen noch freien Plätzen. Mehr Informationen unter ehrensache@stadt-oldenburg.de.
Frage: Für wen sind die Ehrenamtlichen zuständig?

Kaboth-Freytag: Das Projekt richtet sich an Grundschulkinder mit Unterstützungsbedarf, die aus dem Elternhaus nicht die in unserem Schulsystem vorgesehene Unterstützung bekommen. Einige Eltern können diesen Anforderungen – wie das Beherrschen der Deutschen Sprache oder die Betreuung von Schularbeiten – aus verschiedenen Gründen nicht gerecht werden können.

Frage: Nach welchen Kriterien werden die Kinder ausgewählt?

Kaboth-Freytag: Die sechs- bis zehnjährigen Mädchen und Jungen mit Potenzial werden von den Lehrern ausgewählt. Wir arbeiten zur Zeit mit zwölf Grundschulen zusammen.

Frage: Wie viele Stunden investieren die Paten?

Kaboth-Freytag: Die Bildungspaten fangen die nicht vorhandene Unterstützung ab. In der Regel betreuen sie die Kinder drei Stunden pro Woche.

Frage: Inwiefern werden Interessierte darauf vorbereitet?

Kaboth-Freytag: Wir bieten zukünftigen Paten vorab eine spezielle Schulung an. Erstmal sprechen wir über die Erwartungen und erklären, welche Aufgaben ein Bildungspate übernimmt. Auch interkulturelle Kompetenzen sind wichtig: Nachzuspüren, wie das ist, in eine fremde Kultur zu kommen. Wir sprechen auch über Tabus.

Frage: Können Sie dafür ein Beispiel nennen?

Kaboth-Freytag: Es gilt, nicht in die Erziehung der Eltern einzugreifen. Das ist manchmal nicht einfach. Besser ist es, mit Vorschlägen zu warten, bis eine gute Vertrauensbasis besteht.

Frage: Was unternehmen Sie bei Problemen?

Kaboth-Freytag: Wir bilden Teilnehmer immer fort. Im ersten halben Jahr ist die Teilnahme an Erfahrungsaustauschen für „neue Paten“ verpflichtend. Darüber hinaus sind wir immer ansprechbar.

Frage: Wie lange verpflichtet man sich als Pate?

Kaboth-Freytag: Für ein Jahr, damit die Arbeit auch von Erfolg gekrönt wird. Bis jetzt haben wir 150 Paten ausgebildet.

Evelyn Eveslage Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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