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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Bluttest ist sehr viel präziser und risikoärmer

12.04.2019
Frage: Herr Lauterbach, der Bundestag hat über das Thema Gendiagnostik beraten und die Frage, ob Krankenkassen Bluttests auf Trisomie 21 für Schwangere zahlen sollen oder nicht. Wie fällt Ihr Fazit der Debatte aus?
Lauterbach: Es war eine sehr gute, sehr ehrliche Debatte. Gut, dass sich so viele Abgeordnete dazu geäußert haben. Das war ein gelungener Beitrag zu der Diskussion über das Für und Wider von vorgeburtlichen Bluttests auf Trisomie 21.
Frage: Es gibt Kritik an einer Übernahme der Bluttests auf ein mögliches Down-Syndrom durch die Krankenkassen. Droht auf diesem Weg ein Dammbruch?
Lauterbach: Wir sollten den Test auf Trisomie 21 bei Hochrisiko-Schwangerschaften bezahlen. Es sollte eine Ethik-Kommission eingerichtet werden, die sich mit zukünftigen Tests auseinandersetzen sollte. Es gibt auch kritische Bluttests für Schwangere, die jetzt in der Vorbereitung sind. Diese lehne ich genauso klar ab wie ich den Bluttest auf Trisomie 21 befürworte.
Frage: Was spricht für den Test?
Lauterbach: Der Bluttest, über den wir jetzt reden, hat den Vorteil, dass er sehr viel präziser und risikoärmer ist. Er verhindert überflüssige Fruchtwasseruntersuchungen und damit verbundene Schädigungen von Mutter und Kind. Bei einer von hundert Fruchtwasseruntersuchungen kommt es zur Fehlgeburt. Rein medizinisch betrachtet, ist der neue Bluttest ein viel besseres Verfahren.
Frage: Sind die Befürchtungen nicht berechtigt, dass es zu eine höheren Zahl an Abtreibungen kommen könnte?
Lauterbach: Diese Befürchtung wäre berechtigt, wenn man das Verfahren als Screening-Test bei jeder gesunden Frau einsetzen würde. Wir wollen den Rest aber nur für Frauen, die Hochrisiko-Fälle sind. Dann wird es nicht zu mehr Abtreibungen kommen.
Frage: Wer entscheidet am Ende darüber?
Lauterbach: Der Bundestag wird die Debatte weiter führen, um dann am Ende auch verbindliche Empfehlungen an den Gemeinsamen Bundesausschuss zu geben, an die er sich dann auch halten muss. Das ist eine wichtige grundsätzliche Ethikdebatte. Der Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet nur in Fragen der Wirtschaftlichkeit. Es ist unstrittig, dass der Bluttest wirtschaftlich ist und medizinische Vorteile hat.
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Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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