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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Brexit stellt alles auf den Kopf

06.05.2019
Frage: Die Kommunalwahlen in England und Nordirland haben zum Teil schwere Verluste für die regierenden Tories, aber auch die oppositionelle Labour-Partei gebracht. Hatten Sie ein solches Ergebnis erwartet?
Selck: Es war vielen klar, dass die extreme Unzufriedenheit über den Verlauf des Brexits in der Wahlbevölkerung diesen Effekt haben würde. Sowohl die Tories als auch Labour sind abgestraft worden. Aber ausbaden müssen es die Kommunalpolitiker.
Frage: Wie haben Sie das britische Parlament in den vergangenen Monaten erlebt?
Selck: Da waren schon Zerfallserscheinungen zu spüren. 650 Menschen im britischen Unterhaus haben sich vom Rest der Bevölkerung und ihrer Verantwortung dem Wähler gegenüber abgekoppelt. Es ist eine Fragmentierung im Parlament eingetreten, eine Zerstückelung in Interessensgruppen ohne Parteibindung.
Frage: Welche Konsequenzen sehen Sie für die Europawahl, an der die Briten nun wohl doch teilnehmen müssen?
Selck: Die Wahl zum Europäischen Parlament gilt als „second-order election“, auf Deutsch am treffendsten mit Nebenwahl übersetzt. Seit der ersten Direktwahl 1979 wurde dieses Votum in Großbritannien nicht sehr ernst genommen. Das könnte sich angesichts der extrem außergewöhnlichen Umstände diesmal ändern – mit jedweden Ausgang.
Frage: Mit dem knappen Votum für den Brexit im Juni 2016 – und spätestens seit dem Austrittsabkommen im November 2018 mit der EU – bestimmte kein Thema so sehr die politische Agenda in Großbritannien. Wurde überhaupt noch regiert?
Selck: Wenn man sich die Pendelaktivitäten der Premierministerin Theresa May zwischen London und Brüssel im vergangenen halben Jahr ansieht, kann man es nicht vermuten. Natürlich laufen manche Dinge weiter, vieles ist aber auch auf der Strecke geblieben.
Frage: Das neue Austrittsdatum für den Brexit ist der 31. Oktober. Wagen Sie eine Prognose, ob es dann klappt?
Selck: Ich habe mir an dieser Stelle schon den Aufschub des Austrittstermins nicht vorstellen können. Der Brexit hat alle Grundlagen politischen Handelns auf den Kopf gestellt.
Oliver Schulz Redakteur / Kulturredaktion
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