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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Chancen für Aufschwung in Griechenland gut

23.03.2015
Frage: Wie lange reicht das Geld noch in Griechenland?
Bofinger: Fest steht, dass die Lage sehr ernst ist. Wenn sich die griechische Regierung und die internationalen Geldgeber auf eine gemeinsame Marschroute verständigen, werden weitere Mittel fließen. Dann ist die Zahlungsfähigkeit Griechenlands wieder gesichert.
Frage: Heute kommt der griechische Premier Alexis Tsipras nach Berlin und wird mit Angela Merkel ausführlich über die Krise beraten. Was erwarten Sie von den Gesprächen?
Bofinger: Es geht darum, die Konflikte der vergangenen Wochen zwischen Griechenland und Deutschland hinter sich zu lassen. Merkel und Tsipras sollten sich fragen, wo die Gemeinsamkeiten liegen. Ich sehe große Schnittmengen zwischen den Erwartungen der Deutschen und den Plänen der griechischen Regierung. Niemand hier bei uns kann etwas gegen eine effizientere Besteuerung, das Eintreiben von Steuerschulden, Maßnahmen gegen Korruption und eine höhere Abgabenlast für Reiche haben. Dem kann man aus deutscher Sicht nicht widersprechen. Und wir sollten Tspiras dabei unterstützen, den Ärmsten der Armen zu helfen.
Frage: Der Premier hat noch vor wenigen Wochen im Wahlkampf einen Schuldenschnitt verlangt, die Rücknahme von Privatisierungen sowie höhere Renten und Mindestlöhne angekündigt. Können die Europäer dem zustimmen?
Bofinger: Bei den Privatisierungen ist das Timing entscheidend. Jetzt massiv zu privatisieren, bringt dem Land jetzt nicht viel. Höhere Mindestlöhne und Rentenerhöhungen würden den griechischen Haushalt und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stark belasten. Da wäre ich äußerst vorsichtig. Wir sollten erst einmal abwarten, ob und wie sich das Land stabilisiert. Die Bedingungen dafür wären eigentlich nicht schlecht…
Frage: Wie bitte?
Bofinger: Der niedrige Ölpreis und der günstige Euro-Dollar-Wechselkurs sind gute Voraussetzungen für Wachstum, insbesondere beim Tourismus. Die Griechen haben ihre Lohnkosten massiv gesenkt und einschneidende Strukturreformen umgesetzt. Der Kündigungsschutz ist stark zurückgefahren, der Geltungsbereich von Tarifverträgen massiv eingeschränkt worden.
Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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