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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Das hat die Ehe nicht verdient

01.07.2017

Frage: Grünes Licht für die „Ehe für alle“ im Bundestag: Die Befürworter sprechen von einer historischen Entscheidung. Halten Sie es für eine historische Fehlentscheidung?

Erzbischof Koch: Es ist eine Fehlentscheidung. Sie geht an dem, was wir für schützenswert halten, deutlich vorbei. Was hier mit der Ehe geschehen ist, hat die Ehe nicht verdient. Wir schließen uns den Verfassern des Grundgesetzes an. Ihr Ziel war es, diejenigen Männer und Frauen unter grundgesetzlichen Schutz zu stellen, die eine Ehe eingehen und Kindern das Leben schenken wollen. Im Laufe der Jahrzehnte ist daraus allerdings eine Debatte über unterschiedliche Lebensformen geworden.

Frage: Mit der „Ehe für alle“ werde niemandem etwas weggenommen, war am Freitag ein zentrales Argument in der Bundestagsdebatte…

Erzbischof Koch: Der Begriff der Ehe wird verwässert. Dieses Umdefinieren befördert falsches Denken und Handeln. Lebensweisen und Familienformen zu differenzieren, bedeutet nicht Diskriminierung. Wir brauchen unterschiedliche Worte und unterschiedliche Maßnahmen. Diese Entscheidung ist ein weiterer Schritt zur Nivellierung dessen, was uns wichtig ist: Dass verheiratete Männer und Frauen und ihre Kinder geschützt werden. Das heißt nicht, dass andere Lebensformen auf andere Weise geschützt werden sollen. Aber dann soll man das auch anders nennen, weil es dabei um eine andere Wirklichkeit geht.

Frage: Haben es Kinder von homosexuellen Paaren schlechter als von heterosexuellen?

Erzbischof Koch: Es wird positive und negative Beispiele auf beiden Seiten geben. Bei jeder anderen Beziehung mit Kindern als der Ehe ist ein Dritter im Spiel, der leibliche Vater oder die leibliche Mutter. Ich möchte – wie das Grundgesetz auch – diejenigen fördern und schützen, die das Glück haben, mit dem eigenen Vater und der eigenen Mutter zu leben.

Frage: Werden nicht auch in homosexuellen Beziehungen konservative und christliche Werte gelebt?

Erzbischof Koch: Das möchte ich nicht in Abrede stellen. Auch in solchen Beziehungen gibt es Treue und Verlässlichkeit. Aber man soll bitte nicht alles in einen Pott werfen. Das Problem unserer Gesellschaft ist das Missverständnis, dass man Gleichwertigkeit schafft, indem Differenzierungen aufgehoben werden.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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