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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Demenz aus der Tabuzone holen

29.05.2015

Frage: Herr Pommer, „Gesichter der Demenz“ lautet der Titel einer Ausstellung des Niederländers Herman van Hoogdalem, die ab Sonntag in Oldenburg zu sehen ist. Das neue Demenz-Netz Oldenburg unterstützt die Ausstellung. Was hat sich das Netzwerk zum Ziel gesetzt?

Pommer: Wir haben uns neu gegründet und nehmen diese Ausstellung wahr, um uns und unsere Arbeit vorzustellen. Es handelt sich bei dem Netzwerk um neun Einrichtungen – von der Alzheimer Gesellschaft über Evasenio bis zur Krankenkasse –, die sich unter dem Dach des Versorgungsnetzes Gesundheit zu einem Verbund zusammengeschlossen haben. Unser Ziel ist es, dass jeder an Demenz erkrankte Mensch in Oldenburg unabhängig von seinem pflegerischen Bedarf ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Wir können uns besser für die Betroffenen und ihre Angehörigen einsetzen, wenn wir unsere Kräfte bündeln und das gemeinsam tun.

Frage: Worum geht dabei besonders?

Pommer: Wir identifizieren den Bedarf an Betreuung, wir wollen ermitteln, wie man die Betroffenen im häuslichen Umfeld betreuen kann und sehen, ob das, was derzeit an Pflegeeinrichtungen vorhanden ist, ausreicht. Wir wollen auch in der Öffentlichkeit ein größeres Bewusstsein dafür schaffen, dass es sich hier um eine Gruppe von Menschen handelt, die unsere Hilfe brauchen.

Frage: Wie schätzen Sie die Situation derzeit in der Stadt Oldenburg ein?

Pommer: Auch in Oldenburg, wo zurzeit rund 2750 Erkrankte leben, wird mit einer erheblichen Erhöhung der Fallzahlen gerechnet. Viele Betroffene und ihre Angehörigen leben oft im Verborgenen, können aufgrund der Anforderungen und damit verbundenen Belastungen kaum noch am öffentlichen Leben teilhaben. Auch deshalb nicht, weil Demenz noch immer ein Tabuthema ist, das dringend aus der Tabuzone geholt werden muss. Etwa 70 bis 80 Prozent der Erkrankten werden zu Hause gepflegt. Wegen des Demografischen Wandels muss man davon ausgehen, dass sich die Krankenzahlen noch erhöhen.

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Dr. Gerd Pommerist Internist in Oldenburg und war langjährig als niedergelassener Gastroenterologe tätig. Er ist Vorsitzender des Vereins „Freunde und Förderer der Universitätsmedizin“ und Kolumnist dieser Zeitung zu medizinischen Themen.


  www.versorgungsnetz-gesundheit.de 
Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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