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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Den Schuss nicht gehört

22.09.2018
Frage: Herr Trittin, Soldaten haben einen gewaltigen Moorbrand im Emsland ausgelöst. Die Kreisverwaltung hat den Katastrophenfall ausgerufen. Wie bewerten Sie das Krisenmanagement der Bundeswehr?
Trittin: Die Bundeswehr hat den Schuss nicht gehört! Wie man mitten in der längsten Trockenperiode seit Jahrzehnten im Moor Schießübungen und Raketentests machen kann, ist völlig unverständlich. Und dass in dieser Situation die Löschfahrzeugen der Bundeswehr nicht einsatzfähig sind, ist absurd. Da wurde komplett versagt. Da ist man fassungslos. Solch einen Moorbrand bekommt man nicht einfach schnell gelöscht. Das kann sehr, sehr lange dauern.
Frage: Was erwarten Sie von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen?
Trittin: Wenn Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen jetzt vor Ort ihr Mea Culpa äußert, kommt das nach 14 Tagen reichlich spät. Offenbar hat die Truppe vor Ort gedacht, dass der Moorbrand schon irgendwie vorbeigehen wird.
Frage: Welche Konsequenzen muss es geben?
Trittin: Diejenigen, die diesen fatalen Einsatz zu verantworten haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Bundeswehr muss hier für Aufklärung sorgen. Aber jetzt geht es darum, eine Ausweitung des Brandes und der Katastrophe zu verhindern.
Andreas Herholz
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

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