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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Die Aussicht nach Veränderung weckt Euphorie

05.11.2018
Frage: Das Rennen um die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze hat begonnen. Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz oder Jens Spahn – wer hat die besten Aussichten?
Korte: Bei der CDU greift eine Sehnsucht nach starker Führung um sich. Die gilt es zu befriedigen. Das wird bei der Entscheidung eine zentrale Rolle spielen. Es geht weniger um eine inhaltliche Neuausrichtung. Der erklärungsarme pragmatische Führungsstil von Frau Merkel ist offenbar an ein Ende gekommen. Der Stil des Moderierens hat sich überlebt. Das ist in den letzten Tagen in der CDU klar geworden. Die Aussicht nach Veränderung weckt Euphorie.
Frage: Heißt das, dass vor allem Friedrich Merz gute Chance hat, den CDU-Vorsitz zu übernehmen?
Korte: Nein, das ist noch nicht ausgemacht. Die Entscheidung treffen am Ende die 1001 Delegierten. Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ist diejenige, die die Partei am intensivsten kennt. Sie hat eine Tour mit einer Serie von Diskussionsveranstaltungen gemacht und mit der CDU-Basis gesprochen. Niemand hat bei den CDU-Mitgliedern so viele Fans wie Frau Kramp-Karrenbauer. Sie arbeitet an einem neuen Grundsatzprogramm. Bei ihrer Wahl zur Generalsekretärin hat sie 98,8 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten. Das ist nicht vergleichbar mit Friedrich Merz und Jens Spahn, die eher von außen kommen.
Frage: Kramp-Karrenbauer gilt als eine enge Vertraute von Merkel – ist das eher ein Bonus oder ein Malus bei der Entscheidung?
Korte: Es geht nicht darum, ob sie sich von Merkel abgrenzt oder nicht. Die Frage ist, wie und wohin will sie die CDU führen. Mit welchem Stil will sie führen und welche Ideen und Inhalte hat sie? Das wird die entscheidende Frage bei den Regionalkonferenzen werden, auch bei den beiden anderen Kandidaten. Es treten drei westdeutsche Katholiken an, die sich ganz deutlich von der ostdeutschen Protestantin Merkel absetzen werden.
Frage: Wird sich Merkel bis zu Ende der Wahlperiode im Kanzleramt halten können, oder droht ihr ein schnelles Aus?
Korte: Nein, ich rechne nicht mit einem vorzeitigen Ende ihrer Kanzlerschaft. Eine kluge strategische Arbeitsteilung, wie sie selbst vorgeschlagen hat, kann dazu führen, dass sie durch Abgabe eines Teils ihrer Macht auch Macht behalten kann.
Karl-Rudolf Korte (59) ist seit 2002 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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