• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Die SPD ist und bleibt meine politische Heimat

13.07.2019
Frage: Herr Sarrazin, das Schiedsgericht der SPD plädiert für Ihren Parteiausschluss. Sie hätten der Partei schweren Schaden zugefügt, ihre Thesen seien klar rassistisch, heißt es in der Begründung. Warum wollen Sie dennoch SPD-Mitglied bleiben?
Sarrazin: Ich bin seit 45 Jahren Mitglied der SPD. Als ich in die Partei eintrat, hatte der gegenwärtige Generalsekretär Lars Klingbeil noch vier Jahre Zeit bis zu seiner Geburt. Ich bin niemandem Rechenschaft darüber schuldig, warum ich in die SPD eingetreten bin und dort bleiben möchte. Die SPD ist und bleibt meine politische Heimat.
Frage: Sie wollen die Entscheidung anfechten?
Sarrazin: Ich werde den gesamten Rechtsweg beschreiten. Der besteht aus der Landesschiedskommission, dann folgen die Bundesschiedskommission, das Berliner Landgericht, das Berliner Kammergericht, der Bundesgerichtshof und am Ende das Bundesverfassungsgericht. Das wird etwa fünf bis sieben Jahre in Anspruch nehmen. Solange bleibe ich Mitglied der SPD und werde mich als solches auch äußern.
Frage: Ihre Kritiker werfen Ihnen vor, Sie seien der Wegbereiter der AfD, Ihre Thesen seien rassistisch und islamfeindlich…
Sarrazin: Das wird durch meine Bücher in keiner Weise belegt. Meine Bücher sind sehr sachlich, und meine Behauptungen stützen sich auf seriöse Quellen. Niemand wird beleidigt und in die Ecke gestellt. Die gesamte Soziologie und Kulturwissenschaft stimmt überein, dass es Zusammenhänge zwischen Kulturen, Gesellschaften und dem Verhalten der Menschen gibt. In der SPD-Spitze will man offenbar nicht mehr, dass die Ursachen menschlichen Verhaltens untersucht werden. Die Parteiführung will eine kritische Diskussion über den Islam und die Muslime bei uns unterdrücken. Das ist ein Fehler und wird der Partei geistig und politisch nicht gut bekommen.
Frage: Sie warnen davor, dass der Islam eine Mehrheitsreligion in Deutschland und Europa werde. Warum provozieren Sie und machen Panik?
Sarrazin: Meine Zahlenanalyse dient der Wahrheitsfindung. Wir sind auf dem Weg zu einer islamischen Mehrheit in Europa. Das belegen die demografischen Statistiken. Viele Muslime haben ein Problem mit Pluralität. Das kann man täglich in der Zeitung lesen. Das hat mit Panikmache nichts zu tun.
Frage: Wegen solcher Thesen bietet Ihnen die AfD eine Parteimitgliedschaft an. Wären Sie bei den Rechtspopulisten nicht besser aufgehoben?
Sarrazin: Im Jahr 2012 haben mich schon die Herren Lucke und Henkel gefragt, ob ich nicht die AfD mitgründen wolle. Damals habe ich mich entschieden, in der SPD zu bleiben. Das gilt auch für die Zukunft. Das wird so bleiben.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2018
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.