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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Die Strompreise werden nicht mehr sinken

27.02.2014
Frage: Ein Beraterkreis der Bundesregierung fordert die Komplett-Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Wie bewerten Sie das Gutachten?
Albig: Es beruht auf einem grotesken Missverständnis. Das EEG ist nie ein Innovationsgesetz gewesen, sondern es diente der Markteinführung einer Zukunftstechnologie: Wir wollen mit Erneuerbaren Energien Atomkraft ablösen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz war und ist vor diesem Hintergrund sehr erfolgreich. Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir es abschaffen würden.
Frage: Sie haben die Pläne von Energieminister Sigmar Gabriel scharf kritisiert und vor „Sozialismus“ gewarnt. Hat er Ihre Einwände mittlerweile berücksichtigt?
Albig: Ich nehme durchaus wahr, dass man unser Argument aufnimmt. Aber das Thema ist noch nicht durch. Deutschlands Energiepolitik wird nicht dadurch besser, dass wir aus zentral-bürokratischer Sicht Planziele vorgeben. Deshalb ist es falsch, die Förderung für die Windenenergie auf ein bestimmtes Volumen zu beschränken und zu deckeln. Märkte lassen sich am besten über Preise steuern, über feste Fördersätze. Natürlich können diese nicht mehr so hoch sein wie in der Vergangenheit.
Frage: Wie realistisch ist eigentlich eine Stabilisierung der Strompreise durch die EEG-Reform?
Albig: Es darf keine weiteren sprunghaften Strompreissteigerungen geben. Das sollte schon der Anspruch sein. Wir müssen doch gegenüber den Menschen so ehrlich sein, dass es nicht zu einer grundlegenden Trendumkehr und nicht zu sinkenden Strompreisen kommen kann. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sind feste Förderzusagen verbunden.
Frage: Die EU-Kommission pocht auf drastische Einschnitte bei den bestehenden Strompreis-Rabatten für die Industrie. Was droht im schlimmsten Fall?
Albig: Die Überlegungen aus Brüssel dürfen nicht dazu führen, dass wir eine Deindustrialisierung betreiben müssen. Der Bundesenergieminister hat hier die vollste Unterstützung der Ministerpräsidenten. Brüssel sollte sich hüten, uns vorzuschreiben, wie wir unsere Energiewende ausgestalten. Das wird noch eine sehr harte Auseinandersetzung. Wir werden keinen Angriff auf den Industriestandort Deutschland zulassen.
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