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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Ein schwieriges Jahr ist zu Ende gegangen

09.01.2019
Frage: Herr Rukwied, „Heißzeit“ ist das Wort des Jahres 2018. Es gab extreme Wettersituationen, vor allem Rekordhitze und Dürre. Wie fällt die Bilanz der Landwirte aus?
Rukwied: Für die Bauern ist ein schwieriges Jahr zu Ende gegangen. Der Dürre-Sommer hat zahlreiche Betriebe hart getroffen. Manche hatten Ertragsausfälle von bis zu 70 Prozent. Nach Abzug der geplanten Dürrehilfen wird immer noch ein Schaden in der Größenordnung von etwa 2,5 Milliarden Euro an der Landwirtschaft hängen bleiben.
Frage: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das neue Jahr?
Rukwied: Zunächst hoffen wir, dass sich das Extrem-Wetter der letzten beiden Jahre nicht wiederholt. Wir stehen auch im neuen Jahr vor großen Herausforderungen. Es geht um die Zukunft der Europäischen Agrarpolitik, den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung des Agrarstandorts Deutschland. Daneben spielen einzelne Themen wie Wolfsmanagement oder die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest eine große Rolle. Und natürlich wollen wir Landwirte uns bei Themen wie Artenschutz, Klima und Tierwohl weiter verbessern.
Frage: Der Klimawandel und seine Folgen werden immer deutlicher sichtbar. Sind hier nicht auch die Landwirte stärker gefordert, mehr für den Klimaschutz zu tun?
Rukwied: Wir machen das bereits. Die deutsche Landwirtschaft ist seit Jahren in einem Veränderungsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit. Landwirtschaft ist unmittelbar vom Klimawandel betroffen. Auch wenn nur sieben Prozent der Emissionen von der Landwirtschaft kommen, wissen wir, dass auch wir Teil der Lösung sind. In unserer Klimastrategie haben wir uns selbst Emissions-Reduktionsziele gesetzt, Umwelt- und Klimaschutz sind längst Standard unserer Betriebsabläufe geworden. Die Landwirte setzen auf eine schonende Bodenbearbeitung und wassersparende Anbauverfahren, wie etwa Mulchsaat, verschiedene Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte. Für die Insekten legen wir Blühstreifen an. Diesen Weg wollen wir weiter gehen. Aber wir brauchen auch dringend neue Züchtungstechniken, um widerstandsfähigere Pflanzensorten zügig zu erhalten.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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