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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Enge Kooperation mit Schulen

04.03.2019
Frage: Wie hat der Amoklauf vor zehn Jahren in Winnenden die Polizeiarbeit verändert?
Koch: Der Amoklauf sorgte in der Polizei aufgrund seines von bisherigen Amokläufen abweichenden Tatablaufs – Taten an mehreren Tatorten – für die Anpassung und Erweiterung bestehender Einsatzkonzeptionen. Erstellt wurden diese jedoch bereits nach den negativen Erfahrungen aus dem Amoklauf des Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium Erfurt 2002.
Frage: Wie werden Polizisten auf so eine Ausnahmesituation vorbereitet?
Koch: Im Rahmen des dreijährigen Studiums an der Polizeiakademie Niedersachsen werden alle angehenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für solche Ausnahmesituationen in Theorie und Praxis beschult. Darunter fallen u.a. das Schusswaffeneinsatztraining und das Systemische Einsatztraining (SET). Zudem nehmen alle Beamten auch nach ihrer Ausbildung regelmäßig an sogenannten Polizeitrainings teil. Hierunter fallen neben dem Abwehr- und Zugriffstraining auch das Schusswaffeneinsatztraining und das SET. In speziellen Seminaren werden im SET insbesondere die Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen wie Amok oder auch terroristischer Szenarien trainiert.
Frage: Wie sieht diesbezüglich die präventive Arbeit der Polizei an Schulen aus?
Koch: In Bezug auf die Präventionsarbeit zum Thema Amok berät die Polizei Lehrer/-innen und Beschäftigte an allen Schulen. Das Kultusministerium hat einen Maßnahmenkatalog erstellt, der Handlungsanweisungen für Lehrer und Beschäftigte enthält. Eine Empfehlung darin ist u.a. die Kontaktaufnahme zur Polizei, um sich beraten und informieren zu lassen. Die Polizei Oldenburg entsendet auf diesen Antrag geschulte Polizeibeamte, die vor der Lehrerschaft Vorträge halten und Fragen beantworten. Begleitend wird jeder Schule ein Handout „Zielgerichtete Gewalt und Amokläufe an Schulen; Informationen zur Phänomenologie und Prävention“ überreicht, in dem alles Wissenswerte zur Nachbearbeitung steht. Die Schulen machen von der Empfehlung des Katalogs Gebrauch, sodass seitens der Polizei gesagt werden kann, dass in jeder Schule eine ausreichende Aufklärungsarbeit geleistet wird.
Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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