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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Faszination Schiffbau“ lockt den Nachwuchs

16.08.2014
Frage: Herr Fassmer, viele Branchen klagen über Nachwuchsmangel. Welche Argumente haben Sie für einen Einstieg junger Leute in Schiffbau und Meerestechnik?
Fassmer: Die deutsche maritime Industrie ist nicht nur ein wichtiger Motor für den technologischen Fortschritt in Deutschland – sie ist auch eine Branche mit höchst attraktiven Arbeitsplätzen und hohem Bedarf an Nachwuchskräften. Ob Schiffbau oder Meerestechnik: jungen Menschen mit Engagement, Kreativität und Innovationskraft bietet die Branche sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze, dazu beste Entwicklungs- und Gestaltungschancen sowie die Möglichkeit früh Verantwortung zu übernehmen.
Frage: Der besondere Reiz?
Fassmer: Wenn ich Ihnen junge Menschen zeige, die schon in unserer Branche arbeiten, dann sind das Menschen, die die „Faszination Schiffbau“ jeden Tag leben. Sie bekommen in den Betrieben eine spitzenmäßige Ausbildung. Die meisten schließen mit hervorragenden Noten ab. Die Abbruchquote geht gegen Null. Und die Berufsaussichten sind hervorragend.
Frage: Wie sieht es mit den Hochschulen und ihren Absolventen aus?
Fassmer: Neue effiziente Produkte, steigende technische und Umweltansprüche sowie eine größere Spezialisierung, das sind die Richtungen in die sich der Schiffbau in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird. Gerade die Entwicklung hin zum Spezialschiffbau und in den Offshorebereich, den die Branche in den letzten Jahren erfolgreich vollzogen hat, eröffnet viele neue und aufregende Möglichkeiten in der Arbeitswelt Fuß zu fassen und hat eine Vielzahl neuer Berufswege eröffnet. Darauf haben natürlich auch die Hochschulen reagiert und ihr Studienangebot angepasst.
Frage: Wie ist das Interesse?
Fassmer: Alle maritimen Studiengänge sind in Deutschland weiterhin gut nachgefragt. An den sechs Schiffbau-Hochschulen in Berlin, Bremen, Duisburg, Hamburg, Kiel und Rostock wurden 2013 330 angehende Schiffbauingenieure neu zum Studium zugelassen. Damit waren durchschnittlich bundesweit gut 1100 Studenten in schiffs- und meerestechnischen Studiengängen immatrikuliert.
Frage: Und sonst?
Fassmer: Das maritime Studienangebot wird abgerundet durch die erfolgreichen Studiengänge Schiffsbetriebstechnik und Schiffsmaschinenbau an der FH Flensburg. Die hohen Bewerber- und Absolventenzahlen in diesen Fachrichtungen belegen die steigende Bedeutung der Energie- und Antriebstechnik in Schifffahrt und Schiffbau. Hinzu kommen neue Studiengänge wie beispielsweise der der Offshore-Anlagentechnik an der FH Kiel, wo künftig Ingenieure spezifisch ausgebildet werden, die vertiefte Kenntnisse für den Bau von Offshore-Strukturen und auf angrenzenden meerestechnischen Gebieten besitzen.