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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren

NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

„Das ist ein großes Risiko gerade für die Bürger“

19.03.2019
Frage: Herr Schick, die Politik dringt auf eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Warum sehen Sie den Druck von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) kritisch?
Schick: Der deutsche Staat ist in der Finanzkrise bei der Commerzbank eingestiegen, um das Institut zu retten. Sollte es nun zu einer Fusion der beiden Geldhäuser kommen, wäre der Staat auch an der Deutschen Bank beteiligt. Das ist ein großes Risiko gerade für die Bürger. Wer sagt denn nach den vielen kriminellen Geschäften, für die die Deutsche Bank Milliardenstrafen zahlen musste, dass da nicht noch mehr kommt?!
Frage: Minister Scholz dringt auf einen nationalen Champion. Was soll daran verwerflich sein?
Schick: Ich halte wenig davon, dass der Staat Industriepolitik macht. Dafür gibt es in einer Markwirtschaft nur selten gute Gründe. Mega-Banken zu schaffen, gehört nicht dazu. Es gibt einen Unterschied zwischen einer Großbank mit einem Bilanzvolumen von 400 bis 600 Milliarden Euro und einer Mega-Bank mit 2 Billionen Euro Bilanzsumme.
Frage: Was wären denn mögliche Alternativen zu einer Fusion?
Schick: Die Politik hat nach der Finanzkrise selbst versprochen: Es sollte keine Bank mehr geben, die zu groß ist, um sie zu retten. Denn sonst müsste wieder der Steuerzahler einspringen. Nun drängt der Finanzminister aber gerade darauf, auf eine hochproblematische Bank noch eine problematische Bank draufzupacken. Die Deutsche Bank sollte nicht größer werden, sondern kleiner. Nehmen Sie Kanada, ein ökonomisch erfolgreiches G7-Land. Die Fusion großer Banken wurde dort politisch verhindert. Die Folge: Das Land musste in der Finanzkrise keine Großbank mit den Mitteln der Steuerzahler retten. Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen.
Frage: Der Internationale Währungsfonds (IWF) stuft die Deutsche Bank als eines der riskantesten Institute für das globale Finanzsystem ein. Wo liegen die Probleme der Bank?
Schick: In Europa wurde nach Ausbruch der Finanzkrise bei den Banken nicht so kräftig aufgeräumt wie in den USA. Dort hat die Politik viel mehr Druck gemacht. Die Deutsche Bank hat es viele Jahre versäumt, ihre Fehler aufzuarbeiten und eine neue Strategie zu entwickeln.
Frage: Und wo liegen die Schwierigkeiten der Commerzbank?
Schick: Hätte die Commerzbank nicht zehn Aktien zu einer zusammengefasst, würde die Bank heute unter den Penny-Stocks rangieren. Das zeigt die Zweifel der Investoren, obwohl der Fokus auf Digitalisierung meines Erachtens durchaus richtig ist.
Frage: Wo gäbe es bei einer möglichen Fusion Synergieeffekte, und wo würde es haken?
Schick: Die Integration der beiden IT-Systeme würde Jahre brauchen, das hat die schwierige Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank gezeigt. Die Synergie würden vor allem die Kunden der beiden Geldhäuser und die Beschäftigten zu spüren bekommen: mit der Schließung von Filialen und der Entlassung von Beschäftigten.
Peter Riesbeck Korrespondentenbüro Berlin
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