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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Fliegen ist „viel zu billig“

09.07.2019
Frage: Im Jahr 2017 wurden laut Umweltbundesamt in Deutschland insgesamt 798 Millionen Tonnen CO2 aus anthropogenen (vom Menschen verursachten: Anm. d. Red.) Quellen freigesetzt. Können Sie die Hauptquellen nennen?
Mose: Hauptquelle ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe im Energiesektor zur Erzeugung von Wärme und Strom. Sehr bedeutsam ist auch der gesamte Bereich des Verkehrs. Auch Industrieprozesse und Landwirtschaft spielen eine Rolle, sind jedoch von geringerer Bedeutung.
Frage: Wie kann man den CO2-Ausstoß verringern?
Mose: Zur Verringerung bedarf es mutiger, klarer und wirksamer Entscheidungen der Politik. Naheliegende Maßnahmen sind der Umbau des Energiesektors, zum Beispiel sofortiger Ausstieg aus der Braunkohlegewinnung und -verstromung, aber auch Umbaumaßnahmen im Verkehrssektor, z.B. weiterer Ausbau des ÖPNV. Aber auch jeder Einzelne kann im privaten Bereich, z.B. durch eine Einschränkung des Fleischkonsums, mithelfen, den notwendigen Transformationsprozess zu unterstützen.
Frage: In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Flugpassagiere laut Statistischem Bundesamt um rund ein Drittel von 166,3 auf 222,5 Millionen. Wie sehen Sie das?
Mose: Der drastische Anstieg des Flugverkehrs ist ausgesprochen kritisch zu sehen. Er erklärt sich unter anderem dadurch, dass das Fliegen keine Kostenwahrheit kennt, also viel zu billig ist. Zudem wird es extrem beworben und als modern propagiert, das heißt es gilt als chic, bequem und so weiter. Vor allem für Flüge innerhalb Deutschlands gilt es, radikal umzusteuern: Hier muss der Umstieg auf die Bahn forciert werden. Das ist absolut zumutbar, da viele städtische Ziele genauso gut, teilweise besser als mit dem Flugzeug erreichbar sind!
Frage: Kann man beim Reisemittel ein Ranking erstellen?
Mose: Reisen mit der Bahn und dem Bus sind solchen mit dem privaten Pkw vorzuziehen. Das Flugzeug ist mit Abstand das umweltschädlichste Transportmittel, insbesondere auf kürzeren Strecken sollte es tabu sein! Für den innerörtlichen Verkehr ist der Umweltverbund von zentraler Bedeutung. Dazu gehören Straßenbahnen und Busse, aber auch das Fahrrad und der Fußverkehr. Für viele Zwecke sind letztere in der Stadt gegenüber den anderen Verkehrsträgern klar im Vorteil!
Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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