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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Fußball: „Manchmal muss es einfach raus“

25.02.2020
Frage: Frau Helmts, mal ehrlich: Wie oft wollten Sie am Sonntag die Handschuhe ausziehen, neben’s Tor pfeffern und schreiend vom Platz laufen?
Helmts: Gar nicht. Ich bin ja nicht Torhüterin geworden, um abzuhauen. Dass es manchmal hart ist und ich auch mal die Buhfrau bin, weiß ich ja.
Frage: Aber Ihren Feldspielerinnen werden Sie doch ab und zu mal ein paar passende Worte zugerufen haben, oder?
Helmts (lacht): Sie haben nicht zugeschaut, richtig?
Frage: Nein. Ein Kollege war vor Ort.
Helmts: Okay. Ich will es mal so sagen: Ich weiß zwar nicht, ob es immer die passenden Worte waren, aber ich habe es versucht. Klar, die Niederlage war schon sehr hoch, das stimmt schon. Aber was soll ein Landesligist denn machen, wenn in einem Regionalliga-Team Spielerinnen aus der B-Juniorinnen-Bundesliga oder dem Zweitliga-Frauenteam mitspielen?
Frage: Gibt es denn Spiele, in denen Sie über ihre Mitspielerinnen denken, „Leute, aber das kann ich besser“?
Helmts: Nein, Eigentlich nicht. Manchmal hätte ich schon Bock, im Feld zu spielen. Aber ich glaube nicht, dass ich es wirklich besser machen würde – gerade gegen Werder. Die Bremer Spielerinnen waren alle so dermaßen schnell. Das war unglaublich.
Frage: Immerhin haben Sie Werders Topspielerin Ricarda Walkling mit ihren Paraden zumindest ein bisschen ärgern können.
Helmts: Die war richtig stark. Aber sie ist oft nach Außen gegangen statt in die Mitte. Warum, weiß ich nicht. Jedenfalls konnte ich den Winkel häufig verkleinern und abwehren.
Frage: Sie haben jetzt zum zweiten Mal innerhalb einer Woche gegen Werders Reserve gespielt. Das erste Spiel gewann Werder mit 6:0. War das zweite Duell überflüssig?
Helmts: Finde ich überhaupt nicht. Im ersten Spiel haben wir uns ja noch zwei Tore selbst reingehauen. Es doch ein positives Zeichen für uns, wenn der Gegner im zweiten Spiel mit einem wesentlich stärkeren Team aufläuft.
Frage: Unabhängig von der Partie gegen Werders Zweite: Welchen Punkt in ihrem Torhüterinnenspiel würden Sie gerne sofort verbessern?
Helmts: Ich muss positiver reden. Wenn ich sehe, dass eine Spielerin stehen bleibt, obwohl sie hinterherlaufen müsste, klappt das nicht immer. Manchmal muss es einfach raus

Aylin Helmts ist 21 Jahre alt. Die Torhüterin spielt seit Beginn der Saison 2019/20 beim SV Brake. Sie wohnt in Wüsting und macht derzeit eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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