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NWZonline.de Nachrichten Politik Interviews

Kabarett: Gage fließt nach Griechenland

28.12.2012

Frage: Einen Tag nach Ihrem Auftritt in Oldenburg ist Landtagswahl in Niedersachsen. Werden Sie am Vorabend noch Partei ergreifen?

Deutschmann: Ja, ich werde den Vorabend der Landtagswahl nutzen, um dem Wähler noch entscheidende Hinweise zu geben. Ein voll besetzter Saal entschiedener Freunde der Satire kann – bei guter Vernetzung – wahlentscheidend sein.

Frage: Kann politisches Kabarett zur Politik beitragen oder ist es in erster Linie Unterhaltung?

Deutschmann: Auf den ersten Blick unterliegt es natürlich den ehernen Gesetzen der Unterhaltung, so wie Newtons Apfel der Schwerkraft. Aber manchmal fliegen wir auch einfach lachend davon.

Frage: Sie haben sogar für Freiburg in der Schach-Bundesliga gespielt. Was kann der Schachspieler Peer Steinbrück von Ihnen lernen?

Deutschmann: Mit Blick auf das Cover seines letzten Buches zunächst einmal, wie man die Schachfiguren richtig aufstellt.

Frage: Sie machen seit drei Jahrzehnten politisches Kabarett. Was hat sich verändert?

Deutschmann: Alles! Die Grünen sind eine konservative Großstadtpartei geworden, die CDU ein Landeierverein, und die SPD ist zurzeit so leistungsfähig wie der Willy-Brandt-Flughafen in Berlin.

Frage: Das Motto der Oldenburger Kabarett-Tage lautet diesmal „Spottschau“. Worüber machen Sie denn keine Witze?

Deutschmann: Über Kollegen. Noch nicht!

Frage: Viele von denen sind ständig im Fernsehen zu sehen. Schadet die Dauerpräsenz auf dem Bildschirm Ihrem Genre?

Deutschmann: Zu viel Kabarett? Das kann ich nicht erkennen. Fernsehzeit ist Werbezeit, und inzwischen heißt es ja bei jeder Sendung: Nur die Quote zählt. Ich verbringe ohnehin mehr Zeit mit Nachsehen im Netz als mit Fernsehen vor der Glotze.

Frage: Ihr neues Programm heißt „Eurokalypse Now“. Wenn Sie zu den Kabarett-Tagen nach Oldenburg kommen, klingelt der Euro in der Kasse. Gehen Sie gestärkt aus der Finanzkrise hervor?

Deutschmann: Ich kaufe mir für die Gage sofort griechische Staatsanleihen, die ich dann bei der Europäischen Zentralbank als Sicherheit für eine 100-Prozent-Auszahlung des Nennwertes der Anleihen hinterlege. Mit diesem Geld kaufe ich wieder Hellas-Papiere und das solange, bis ich von den Zinsen leben kann. Das sollten alle machen, nicht nur die Banken!

Frage: Beruhigen Sie sich in der Zwischenzeit mit Ihrem Markenzeichen, dem Cello?

Deutschmann: Wer oder was könnte mich besser beruhigen als mein Cello?

Frage: Warum kommen Sie so gern und regelmäßig zu den Oldenburger Kabarett-Tagen?

Deutschmann: Ich fühle mich aufs Feinste verstanden aufgrund der Anwesenheit von Fachpublikum. Das ist doch eine sehr große Befriedigung.

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