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So gestaltet der Profi Beete naturnah und pflegeleicht

24.04.2019
Frage: Herr Kreye, einige Kommunen wollen Schottergärten verbieten. Auch in Ganderkesee löst in immer mehr Vorgärten Grau das Grün ab. Haben Sie eine Erklärung für den Trend?
Kreye: Häufig versprechen sich die Gartenbesitzer von Kiesflächen einen geringeren Pflegeaufwand. Wenn man das allerdings genau betrachtet, ist eine gut angelegte Pflanzung auf die Jahre gesehen ein großer Vorteil für Natur und Mensch. Zum einen durch ihre Pflegeleichtigkeit und zum anderen durch die Optik. Hier ist allerdings Expertenwissen gefragt, damit man langfristig Erfolg damit hat.
Frage: Das Hauptargument der Schottergarten-Befürworter ist, dass es ihnen an Zeit fehle, sich um den Garten zu kümmern. Sind Kiesflächen und Ähnliches wirklich komplett pflegefrei?
Kreye: Nein! Im Laufe der Jahre gibt es hier organische Ablagerungen und das Kraut ist schwerer zu entfernen. Häufig hat man auch bei den Kiesflächen am Rand das Problem, dass hier Licht hinkommt und diese Flächen stark verkrauten.
Frage: Wie gelingt es, einen naturnäheren Garten so anzulegen, dass er wenig Arbeit macht? Gibt es da Grundregeln?
Kreye: Natürlich. Wichtig ist die Pflanzenauswahl. Es sollte am Ende eine Pflanzung entstehen, die dicht zusammenwächst und den Wildkräutern keine Möglichkeit gibt, sich auszubreiten. Hier verwenden wir nicht einzelne Pflanzen, sondern pflanzen größere Flächen von derselben Pflanze. Allerdings mit einer Gesamtauswahl, die dazu führt, dass der Garten das ganze Jahr farbenfroh und attraktiv ist.
Frage: In der Kritik stehen auch künstliche Grundstückseinfriedungen wie Doppelstabmattenzäune. Welche pflegeleichten natürlichen Alternativen gibt es da? Oder machen Hecken zwangsläufig viel Arbeit?
Kreye: Nein, man kann die Zäune sehr gut begrünen. Mittlerweile gibt es ganz viele Fertighecken, die sofortigen Sichtschutz bringen. Gerade auch als immergrüne Hecke. Sollte man wirklich einen Zaun wünschen, dann bitte keinen Doppelstabmattenzaun mit eingeflochtenen Streifen. Hier gibt es wesentlich schönere Lösungen in Kombination aus Material und Grün!
Frage: Wenn Kunden ihren Garten neu anlegen lassen, spielen dann immer nur ästhetische Kriterien eine Rolle, oder beraten Sie auch unter Gesichtspunkten des Artenschutzes?
Kreye: Die Gesamtheit macht das Ganze. Wir gehen zunächst auf die Ästhetik ein und kombinieren den Artenschutz dann im Gesamtkonzept.
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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